UKE-Forscher identifizieren neuen neurobiologischen Mechanismus

Ähnlich der Beförderung von Gütern auf Schienen und Straßen, transportieren die Neuronen des Gehirns zahlreiche Eiweißbausteine zu bestimmten Orten innerhalb einer Zelle. „Wichtige Schlüsselmoleküle mit derselben Empfängeradresse können offensichtlich vorsortiert und zur korrekten Auslieferung mit den entsprechenden molekularen Motoren verbunden werden“, erklärt Dr. Frank Heisler aus dem Institut für Molekulare Neurogenetik im Zentrum für molekulare Neurobiologie (ZMNH) des UKE, Erstautor der Studie.

„Die untersuchten Glutamat-Rezeptoren und Cadherine sind an den Verknüpfungen zwischen Nervenzellen von essentieller Bedeutung und Gegenstand intensiver internationaler Forschungsarbeiten. Das Verständnis ihrer genauen Funktion ist eine wichtige Basis, um zu erklären wie unser Gehirn lernt, welche Prozesse zu Gedächtnisverlust führen und wie wir neurologische und psychiatrische Funktionsstörungen in Zukunft gezielter behandeln können“, erläutert Prof. Dr. Matthias Kneussel, Direktor des Instituts für Molekulare Neurogenetik im ZMNH des UKE.

Die Originalveröffentlichung erschien im März 2014 in der Zeitschrift „PNAS“ der National Academy of Sciences USA. Heisler FF et al., GRIP1 interlinks N-Cadherin and AMPA receptors at vesicles to promote combined cargo transport into dendrites. March 2014. PNAS. Early Edition.

Kontakt:
Dr. Frank Heisler
Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH)
Institut für Molekulare Neurogenetik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Falkenried 94
20251 Hamburg
Telefon: (040) 7410-56297
E-Mail: f.heisler@uke.de

Prof. Dr. Matthias Kneussel
Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH)
Institut für Molekulare Neurogenetik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Falkenried 94
20251 Hamburg
Telefon: (040) 7410-56275
E-Mail: m.kneussel@uke.de

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