UKE erhält neuen Sonderforschungsbereich zu chronischen Nierenerkrankungen

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Der SFB 1192 steht unter Federführung der UKE-Wissenschaftler Prof. Dr. Rolf A. K. Stahl und Prof. Dr. Ulf Panzer. Rund 75 Ärzte und Grundlagenforscher aus dem UKE arbeiten in dem neuen Sonderforschungsbereich gemeinsam daran, das Entstehen und Fortschreiten von entzündlichen Nierenerkrankungen besser zu verstehen. Ziel ihrer Anstrengungen ist es, neue Behandlungskonzepte für so genannte autoimmune Nierenerkrankungen zu entwickeln, um langfristig das Auftreten einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz effektiver verhindern zu können.

„Die Bewilligung des neuen Sonderforschungsbereichs unterstreicht eindrucksvoll das Potenzial des UKE, exzellente wissenschaftliche Ergebnisse zu erzielen und herausragende Förderungen zu erlangen. Der nun dritte SFB ist ein Erfolg für unsere Spitzenforscher und für das gesamte UKE. Ich gratulieren den beiden Sprechern des SFB, und hier insbesondere Prof. Stahl, der bereits bei der Behandlung der EHEC-Patienten und der Erforschung der Krankheitsursachen eine herausragende Rolle eingenommen hat“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

„Ein verbessertes Verständnis für die Prozesse bei autoimmunen Nierenerkrankungen wird es in der Zukunft ermöglichen, individuell zugeschnittene Behandlungen anzubieten, von denen wir überzeugt sind, dass diese effektiver sind und weniger Nebenwirkungen aufweisen als bisher zur Verfügung stehende Therapien. Die Bewilligung dieses SFBs dokumentiert, dass das UKE im Bereich der immunologisch vermittelten Nierenerkrankungen zu den führenden Standorten in Europa zählt“, sagt Prof. Dr. Rolf A. K. Stahl, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik.

„Der neue SFB umfasst insgesamt 19 Teilprojekte, von denen 17 am UKE angesiedelt sind; die beiden anderen werden von Wissenschaftlern der Universitätskliniken Bonn und Jena koordiniert. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in diesem langfristig angelegten Projekt selbstverständlich. Aus dem UKE sind neben der III. Medizinischen Klinik noch die I. Medizinische Klinik sowie die Institute für Immunologie, Experimentelle Immunologie und Hepatologie, Pathologie, Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin sowie Zelluläre und Integrative Physiologie beteiligt. Um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen, werden in den nächsten Monaten rund 20 zusätzliche wissenschaftliche und technische Mitarbeiter eingestellt“, sagt Prof. Dr. Ulf Panzer, Oberarzt der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik.

Sonderforschungsbereiche sind Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler über die Grenzen ihrer jeweiligen Fächer, Institute, Fachbereiche und Fakultäten hinweg im Rahmen eines übergreifenden und wissenschaftlich exzellenten Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Konzentration und Koordination der in einer Hochschule vorhandenen Kräfte. Sonderforschungsbereiche werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet und sind für maximal drei Förderperioden auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegt. Im UKE gibt es bislang zwei Sonderforschungsbereiche: Den SFB 841 Leberentzündung (Sprecher: Prof. Dr. Ansgar W. Lohse) und den SFB 936 Neurowissenschaften (Sprecher: Prof. Dr. Christian Gerloff und Prof. Dr. Andreas K. Engel).

Kontakt:
Prof. Dr. Ulf Panzer
III. Medizinische Klinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: (040) 7410-50062
E-Mail: panzer@uke.de


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