UDE/UK Essen: 50 Jahre Essener Tumorklinik

Chemo- und Immuntherapien oder Knochenmarktransplantationen sind heute selbstverständlich in der Krebsbehandlung. Viele dieser Therapien gehen auf die Essener Tumorklinik zurück. Mit der Entwicklung „zielgerichteter“ Medikamente beschreiten die Mediziner wieder neue Wege. Sie können das Tumorwachstum direkt oder durch ein aktiviertes Immunsystem hemmen. „Wir entwickeln die Diagnose- und Behandlungsverfahren ständig weiter“, betont Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Schuler: „Jedem Patienten wird eine auf ihn abgestimmte chirurgische, medikamentöse und radiologische Therapie angeboten.“

Die behandelnden Ärzte am Westdeutschen Tumorzentrum des UK Essen, einem Onkologischen Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe, arbeiten dazu eng mit den Forschern der Medizinischen Fakultät der UDE zusammen. Prof. Schuler: „Je mehr wir wissen, wie Tumore entstehen und wie sich eine Therapie auf das Tumorwachstum auswirkt, desto besser kann die Behandlung passgenau zugeschnitten werden.“

3.500 Patienten werden jedes Jahr in der Inneren Klinik (Tumorforschung) stationär betreut, und sie können zunehmend auch ambulant behandelt werden. Die Gesamtzahl der Krebspatienten, die nur zur medizinischen Behandlung in die Innere Klinik (Tumorforschung) kommen, stieg seit Öffnung der neuen Ambulanz des Westdeutschen Tumorzentrums 2008 auf fast 30.000 Patientenbesuche im vergangenen Jahr.
schen Tumorzentrums 2008.

Wie sich Forschungserkenntnisse in die Patientenbehandlung umsetzen lassen („Translation“), ist Thema des internationalen Symposiums am 11. März im Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der UDE am UK Essen. Es werden namhafte Wissenschaftler aus Europa und den USA erwartet. Zur Festveranstaltung am 10. März kommen ebenfalls viele hochrangige Gäste, darunter der Präsident der Stiftung Deutschen Krebshilfe, Fritz Pleitgen, und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Otmar Dr. Wiestler. „Besonders gespannt bin ich auf die Rede von Prof. Siegfried Seeber, der die Innere Klinik (Tumorforschung) früher leitete“, verrät Prof. Martin Schuler.

Weitere Informationen:
http://www.cancer-research-essen.de/
Prof. Dr. Martin Schuler, Innere Klinik (Tumorforschung) am Universitätsklinikum Essen, Tel. 0201/723-2000

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