UDE: Spielend genesen

„Unser geplantes Assistenzsystem kann man sich vorstellen wie eine therapeutische, interaktive Spielkonsole“, erklärt Stefan Liszio vom Fachgebiet Medieninformatik – Entertainment Computing. Anders als bei den gängigen Modellen aber wird es die Bewegungen über Sensoren am Körper ganzheitlich erfassen und auf eine Bildschirmfigur übertragen. Die Technik und Hardware dazu erarbeiten Projektpartner.

„Wir entwickeln Minispiele dafür, die der Physiotherapeut oder Arzt individuell für den Patienten zusammensetzen kann“, erläutert Liszio. Gekoppelt mit Spielelevel und Schwierigkeitsgraden sollen sie nicht nur Lernfortschritte begleiten, sondern für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen nutzbar sein. „Dass spielerische Übungen mühevolle Aufgaben erleichtern und dazu motivieren dauerhaft dran zu bleiben, zeigen die Erfahrungen mit ‚Serious Games‘ – Lernspielen.“

Der Therapeut soll das Training mittels Datenübertragung kontrollieren und begleiten können. Wobei der Nutzer seine Bewegungsabläufe auch ohne personelle Hilfe verbessern kann: Der digitale Therapie-Assistent gibt ihm direkt Feedback.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Verbundprojekt mit 1,5 Millionen Euro für drei Jahre aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand. Weitere Beteiligte: Hochschule Düsseldorf, Gesellschaft für Biomechanik Münster, CeSys, LAVAlabs Moving Images.

Weitere Informationen: Stefan Liszio, Medieninformatik – Entertainment Computing,
Tel. 0203/379-2440, stefan.liszio@uni-due.de

Redaktion: Amela Radetinac, Tel. 0203/379-2429, amela.radetinac@uni-due.de

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