UDE: Neueinstellungen von 55- bis 64-Jährigen untersucht – Altersungleichheit leicht rückläufig

Der Altersübergangs-Report berichtet über die Neueinstellung von 55- bis 64-Jährigen über einen Zeitraum von 1993 bis 2010. Die Tatsache, dass Ältere seltener eine Stelle finden als Jüngere, ist seit langem bekannt. Diese Altersungleichheit bei Rekrutierungen ist nach wie vor vorhanden, aber leicht zurückgegangen, zeigt die Untersuchung. „Insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen scheinen sich die Chancen für Ältere, eingestellt zu werden, verbessert zu haben“, so der IAQ-Arbeitsmarktforscher PD Dr. Martin Brussig. „Erst die kommenden Jahre werden jedoch zeigen, ob diese Beobachtung der Beginn eines längeren Trends ist.“

Zu erwarten sei jedenfalls, dass mehr Ältere als früher aktiv eine neue Beschäftigung suchen, statt nach dem Verlust des Arbeitsplatzes in Rente oder „Vorruhestands-Arbeitslosigkeit“ abzuwandern. Allerdings vollziehe sich die Trendwende eher in den ohnehin instabileren Beschäftigungsverhältnissen wie Teilzeit- und Minijobs. So sind beispielsweise die Eintrittsraten bei Teilzeitbeschäftigten und Frauen hoch, in Großbetrieben allerdings niedrig.

Der Altersübergangs-Report des IAQ berichtet in unregelmäßiger Folge über Ergebnisse des „Altersübergangs-Monitors“, der von der Hans-Böckler-Stiftung und dem Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Rentenversicherung gefördert wird.

Weitere Informationen:
PD Dr. Martin Brussig, Tel. 0203/379-3931, martin.brussig@uni-due.de

Redaktion: Claudia Braczko, Tel. 0170/8761608, presse-iaq@uni-due.de

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