UDE: Erst klein und jetzt oho. Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik wird 20

„Wenngleich wir 1992 klein anfingen, waren die Erwartungen doch von Beginn an groß“, erinnert sich Ingo Wolff. Der langjährige Professor für Elektrotechnik an der Universität in Duisburg ist der eigentliche Gründervater des Designhauses, wie sich das IMST nennt. Der digitale Mobilfunk war gerade aufgekommen, und ein Institut, das angebunden an eine Hochschule moderne Kommunikationstechnik entwickelt, gab es Anfang der 1990er Jahre nicht. Wolff fand deshalb schnell Unterstützer für seine Idee: die Uni und die Landesregierung.

Zunächst arbeiteten die Ingenieure im Alten Rathaus, 1995 dann konnte man endlich den eigenen Neubau beziehen – Ministerpräsident Johannes Rau höchstpersönlich weihte ihn ein. „Ein Jahr später hatte sich das IMST schon am Markt positioniert. Heute gehören wir zu den besten Adressen für Mobil- und Satellitenfunktechnik“, sagt Wolff. Die weltweiten Kunden kommen aus der Industrie und dem Mittelstand, sind in der Telekommunikation, IT, Automatisierung, Medizintechnik, Autoindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt tätig.

Rückschläge? Gab es nicht. Dabei wandeln sich Funktechnik und Mikroelektronik rasend schnell, die Branche ist ständig in Bewegung. Das Institut hat in all den Jahren mehr als Schritt halten können. Man hat Entwicklungen vorangetrieben und neue Geschäftsfelder erobert, betont Prof. Waldow, der bei seinem jetzigen Kompagnon studiert hatte. „Wir befassen uns mit allem, was in irgendeiner Weise funkt: Ob Chip, Baugruppe oder intelligente Antenne, ob drahtlose Sensortechnik, Infotainment in Fahrzeugen, Industrieautomation oder Sicherheitstechnik – wir entwickeln Systemlösungen für konkrete Anwendungen.“

Die Einrichtungen sind hochmodern: 4.500 Quadratmeter Labor- und Nutzfläche inklusive einem Prüfzentrum besitzt das IMST. Vor zwei Jahren ist das Kompetenzzentrum Automobiltechnik entstanden. Man versteht sich auf Schlüsseltechnologien wie Car2Car-Kommunikation und Medizintechnik. So gibt es u.a. eine intensive Kooperation mit dem Uniklinikum in Essen. „Techniken, die wir entwickelt haben, werden beispielsweise verwendet, um die Spulen in Kernspintomographen zu verbessern“, sagt Waldow.

Dem Wettbewerb stellen sie sich gerne. „Wir haben top-ausgebildete Mitarbeiter, eine hervorragende Laborausstattung und bieten unseren Kunden Dienstleistung von A bis Z – von der Machbarkeitsstudie bis zum zertifizierten Produkt“, so Wolff. „Ein weiterer Vorteil: Wir sind über die Grenzen hinaus mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen vernetzt.“

Das sorgt auch für multikulturelles Flair auf dem Firmengelände. Denn 30 Prozent der Mitarbeiter kommen aus dem Ausland. Das IMST als attraktiver und zukunftssicherer Arbeitsplatz – das wird so bleiben, versprechen die beiden Geschäftsführer: „Wir werden auch künftig wachsen.“

Weitere Informationen: Prof. Dr. Ingo Wolff, Prof. Dr. Peter Waldow, Tel. 02842/981-0, waldow@imst.de

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