UDE: Aktuelle Zahlen zur Pflegeversicherung – stark wachsend

Die hohe Nachfrage führte dazu, dass – trotz guter Beschäftigungslage und Beitragserhöhungen – 2017 auf Rücklagen zurückgegriffen werden musste. Für 2019 ist eine weitere Beitragssatzanhebung um mindestens 0,2 Punkte erforderlich und von der Bundesregierung auch vorgesehen. „Auch in den nächsten Jahren werden die Ausgaben deutlich ansteigen müssen angesichts der Personalausstattung in der Pflege und den Arbeits- und Entlohnungsbedingungen“, erwartet die IAQ-Forscherin Jutta Schmitz.

Rund 3,3 Millionen Pflegebedürftige werden inzwischen ambulant, teilstationär oder stationär mit Geld- und Sachleistungen versorgt. Einen steilen Zuwachs von 20 Prozent gab es im Jahr 2017, verursacht durch die gesetzliche Neuregelung mit fünf Pflegegraden statt der bisherigen drei Pflegestufen. Damit gibt es auch neue Leistungsempfänger, insbesondere Menschen mit demenziellen Einschränkungen.

Da die Pflegeversicherung nur einen Teil der Gesamtkosten der Pflege übernimmt, müssen immer mehr alte Menschen Hilfe zur Pflege (Sozialhilfe) in Anspruch nehmen. Vor allem bei Heimunterbringung reichen die Pflegeversicherung und das eigene Einkommen häufig nicht aus. Von 1989 (289.000) bis 2016 (440.000) hat sich die Zahl der Empfänger von Hilfe zu Pflege um mehr als die Hälfte (52 %) erhöht.

Weitere Informationen:
Jutta Schmitz, Tel. 0203/37-92254, jutta.schmitz@uni-due.de

Redaktion: Claudia Braczko, Tel. 0157/71283308, claudia.braczko@gmail.com


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