Typ-2-Diabetes: Prävention und Aufklärung im Fokus

(djd). Die Stoffwechselkrankheit Diabetes breitet sich in Deutschland immer schneller aus. Nach der DEGS1-Studie zur Gesundheit Erwachsener wurde in Deutschland bereits bei 7,2 Prozent der 18- bis 79-Jährigen Diabetes festgestellt, ältere Menschen sind besonders stark betroffen. Verantwortlich für den Anstieg der Zahlen ist vor allem Typ-2-Diabetes. Dieser entsteht im Gegensatz zum immunologisch bedingten Typ-1-Diabetes vorrangig durch einen ungesunden Lebensstil. Vorbeugung und Aufklärung können viel dazu beitragen, Typ-2-Diabetes zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Ursachen bekämpfen

Während die Gründe für die Entstehung des Typ-1-Diabetes nicht völlig geklärt sind, lässt sich das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes mit einer gesunden Lebensweise senken. Bewegungsmangel und Übergewicht gelten als Hauptrisikofaktoren. Deshalb sind regelmäßige körperliche Aktivität – wenigstens 30 Minuten pro Tag – und eine langfristige Gewichtsabnahme durch ausgewogene Ernährung die wichtigsten Bausteine für Prävention und Behandlung. Unter http://www.diabetes-behandeln.de gibt es Rezepte, Infos und Tipps zum Thema.

Doch der Abbau von Übergewicht ist für Diabetiker oft schwierig. Denn manche Diabetes-Medikamente können das Problem eher verschlimmern, wie der Diabetologe Professor Dr. Stephan Jacob weiß: „So nehmen zum Beispiel die Patienten unter der Behandlung mit Sulfonylharnstoffen oft noch an Gewicht zu.“ Mit moderneren Wirkstoffen lasse sich dieser Effekt jedoch verhindern. „Bei der Behandlung mit sogenannten DPP4-Hemmern, wie beispielsweise Sitagliptin, nahmen die Patienten in klinischen Studien nicht zu“, erklärt der Facharzt.

Insulin oft nicht nötig

Typ-2-Diabetes wird zunächst mit lebensstilmodifizierenden Maßnahmen behandelt, im weiteren Verlauf werden zusätzlich üblicherweise orale Medikamente eingesetzt. Es stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die an unterschiedlichen Stellen in den Stoffwechsel eingreifen. Hier sollte jeder Patient mit seinem Arzt die passende, möglichst gewichtsneutrale Therapie finden.

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