Tumorzentrum des Uniklinikums Freiburg nimmt Arbeit im Konsortium Translationale Krebsforschung auf

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab jetzt den Startschuss für vier neue Zentren der Gesundheitsforschung. Eines davon ist das „Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung“, das damit offiziell seine Arbeit aufnehmen kann. Ein internationales Gutachtergremium bescheinigte dem Gesamtkonzept des Konsortiums, einer Partnerschaft des Deutschen Krebsforschungszentrums mit sieben universitären Standorten, höchste Exzellenz. Einer dieser Partner im Konsortium ist das „Turmorzentrum Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF)“ des Universitätsklinikums Freiburg. Professor Jörg Rüdiger Siewert, der Kommissarische Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, verweist auf die Stärke des Standorts Freiburg in der innovativen Entwicklung neuer Therapien durch das CCCF, und begrüßt die neuen Gesundheitszentren als „Vorreiter für das Engagement des Bundes in der Medizinforschung“.

Seit 2006 leistet das CCCF als eines der ersten durch die Deutsche Krebshilfe designierten Comprehensive Cancer Center in Deutschland am Hochschulstandort Freiburg exzellente Arbeit. Ziel des CCCF-Forschungsprogramms ist es, innovative Strategien gegen Krebs zu entwickeln. Der vom CCCF koordinierte und zusammen mit verschiedenen Fakultäten der Universität und dem Max-Planck-Institut entwickelte Freiburger Antrag wurde von den internationalen Gutachtern als der beste eingestuft und als Partner im Deutschen Konsortium Translationale Krebsforschung ausgewählt. In den vergangenen Monaten wurde das gemeinsame Forschungskonzept der ausgewählten Partnerstandorte begutachtet. Zur Erreichung seiner ambitionierten Ziele wird das Konsortium zunächst mit 5 Millionen Euro gefördert, bis 2014 soll sein Jahresbudget auf 30 Millionen Euro anwachsen. Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung zielt insgesamt darauf ab, Synergien zwischen den acht deutschen Standorten zu nutzen und zu vertiefen, um so innovative Strategien in der Vorsorge, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen rascher entwickeln und an das Patientenbett bringen zu können.

Das Freiburger Forschungsprogramm, eines im Rahmen des Konsortiums entstehenden Translationalen Krebsforschungszentrums, bündelt Stärken aus existierenden Krebsforschungsprogrammen in Freiburg und wird sich auf die Felder Lungenkrebs, Brust- und Prostatakrebs sowie Leukämien und deren Vorstufen konzentrieren. Dabei stützt es sich auf sehr erfolgreiche Forschungsinitiativen am Standort, zum Beispiel in der Erforschung molekularer Mechanismen der Metastasenentstehung, epigenetischer Mechanismen in der Entwicklung des Prostatakarzinoms oder verschiedener Leukämien sowie der immer wichtiger werdenden Entwicklung neuer bildgebender Verfahren zum zielgerichteten Einsatz von Krebstherapien, wie zum Beispiel moderner Bestrahlungsverfahren.

Professor Oliver Opitz, Ärztlicher Direktor des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – CCCF und wissenschaftlicher Koordinator des Partnerstandortes Freiburg, blickt in die Zukunft: „Die Partner im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Deutsche Krebshilfe hoffen, dass so aus Deutschland und den deutschen Krebszentren entscheidende Forschungsimpulse für die translationale Krebsforschung weltweit kommen werden.“

Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Opitz
Ärztlicher Direktor
Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer – CCCF
Tel.: 0761 270-71510
Fax: 0761 270-33980
E-Mail: Oliver.Opitz@uniklinik-freiburg.de

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