Tumoren im Rachen: Multimodale und innovative Therapiekonzepte

Tumoren in der Mundhöhle und im Rachen sind für den Operateur zum Teil sehr schwer zugänglich. Welche neuen Möglichkeiten OP-Roboter eröffnen und wann robotergestützte Eingriffe den klassischen Operationen überlegen sind, diskutieren renommierte Experten bei einem internationalen und fächerübergreifenden Symposium am Samstag, den 26. November 2011, in der Universitäts-Kopfklinik Heidelberg. Ärzte, Pfleger, Studenten und Journalisten sind herzlich eingeladen. Die Vortragssprache ist englisch.

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist deutschlandweit führend bei robotergestützten Eingriffen im Mund- und Rachenbereich; 2010 entfernte ein Team der Hals-Nasen-Ohren-Klinik erstmals deutschlandweit mit Hilfe des sogenannten da-Vinci-Systems ein bösartiges Geschwür aus dem Rachen eines Patienten. Mit den dünnen Greifarmen des da-Vinci-Roboters, der über einen Computer-Arbeitsplatz ferngesteuert wird, kann der Operateur den Tumor über den geöffneten Mund gut erreichen. Das Team um Oberarzt PD Dr. Christian Simon und Dr. O.C. Bulut führt seitdem regelmäßig erfolgreiche robotorgestützte Tumorresektionen durch. Bisher wurde das da-Vinci-System vorwiegend für urologische Eingriffe benutzt, etwa an Prostata, Niere oder Blase.

Schwerpunkt robotergestützte Chirurgie

Beim internationalen Symposium berichten Anwender aus Deutschland und den USA über ihre Erfahrungen mit der robotergestützten Operationsmethode (TransOral Robotic Surgery). Besucher können eine aufgezeichnete Operation mit dem da-Vinci-Roboter auf der Leinwand verfolgen. Weitere Themen sind bewährte klassische Operationsmethoden, die plastische Rekonstruktion und Rehabilitation sowie strahlen- und immuntherapeutische Ansätze bei Tumorerkrankungen der Mundhöhle.

Der zweite Heidelberger Fachkongress zu fächerübergreifenden und innovativen Behandlungsstrategien bei Tumoren in Kopf und Hals ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universitätskliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dr. h.c. Peter K. Plinkert), Radiologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dr. Jürgen Debus) und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dr. Jürgen Hoffmann) sowie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Dirk Jäger).

Weitere Informationen über die da-Vinci-Operationstechnik:

Programm und weitere Informationen:

Ansprechpartner für Journalisten:
Dr. med. O.C. Bulut
Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg
Tel.: 06221/ 566705

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter

179 / 2011

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