TU Berlin: Roboter kommen uns näher – Queen’s Lecture am 14.12.11

Jahrhundertelang bevölkerten Roboter vor allem die Fantasie. Heute kommen sie hauptsächlich in Automobil- und Elektronikindustrie zum Einsatz. Doch sie breiten sich zügig aus, sagt Sir Michael Brady, insbesondere in der Medizin, der Rehabilitation, als Heimroboter und als Spielzeuge. Der 2003 von Königin Elizabeth II. für seine Verdienste zum Ritter geschlagene britische Onkologe und Informatiker wird am 14. Dezember 2011 um 17 Uhr im Audimax der TU Berlin die traditionsreiche „Queen’s Lecture“ halten, dabei den aktuellen Stand der Entwicklung analysieren und die Zukunftsperspektiven bewerten.

Zeit: am Mittwoch, dem 14. März 2011, 17 Uhr
Ort: Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Audimax

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Der Eintritt ist frei.

Bitte weisen Sie in Ihren Medien auf diese Veranstaltung hin

Für Journalistinnen und Journalisten vermitteln wir gern Interviews am 13. und 14. Dezember 2011

„Robots are coming to places near you“ heißt der Vortrag in englischer Sprache, in dem Sir Mike Brady ein Panorama von Einsatzmöglichkeiten für Roboter jetzt und für eine interessante Zukunft entfalten wird. Viele Anwendungen haben sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt, so Brady. Verantwortlich für die rasante Weiterentwicklung von Robotern seien drei Triebkräfte: tiefgreifendes wissenschaftliches und naturwissenschaftliches Verständnis, eine größere Bandbreite von möglichen Anwendungen und eine sich stürmisch entwickelnde technologische Landschaft, nicht zuletzt im Computerwesen. Beispiele für heutige Anwendungsmöglichkeiten sind frei rangierende, fahrende Roboter in Fabriken oder im Operationssaal, wo sie jeweils eine Navigationsgenauigkeit im niedrigen Millimeterbereich benötigen, aber auch in Schiff- und Raumfahrt, im Katastrophenschutz und in der Altenpflege, wo auch hüpfende, auf Beinen laufende, krabbelnde und exakt greifende Roboter für komplizierte, feinmotorische Tätigkeiten zum Einsatz kommen. In Haus und Garten können sie zum Staubsaugen, zum Reinigen von Swimming Pools und Fenstern sowie zum Rasenmähen eingesetzt werden. Sie sollen die Arbeit erleichtern, den Menschen schützen, ihm Zugang zu gefährlichen Orten erleichtern. Alle diese Anwendungen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Aber in zukünftigen Entwicklung spielen auch ethische Fragen zum Beispiel nach Veränderungen in der Gesellschaft, nach Kontrolle und sozialen Herausforderungen eine Rolle.

Über Professor Sir Michael Brady in Wissenschaft und Unternehmen

Sir Michael Brady FRS FREng FMedSci baute am renommierten amerikanischen Massachusetts Institute of Technology das Laboratorium für Künstliche Intelligenz mit auf, bevor er 1985 als Informatikprofessor nach Oxford kam, wo er das Robotik-Laboratorium sowie das Medical Vision Laboratory gründete. Dort wird insbesondere der Robotereinsatz im medizinischen Bereich, zum Beispiel in der Brustkrebsdiagnostik, erforscht. Kürzlich emeritiert, ist Brady derzeit noch im Aufsichtsrat und im Vorstand vieler Unternehmen im ingenieurwissenschaftlichen und medizinischen Sektor tätig, zum Beispiel bei Acuitas Medical Ltd, wo ein neuartiger Magnetresonanztomograf für die Feinstrukturanalyse entwickelt wurde. Auch als Gründungsdirektor mehrerer Start-ups machte er sich einen Namen, unter anderem von „Mirada Medical Limited“, einem Unternehmen, das Software für die medizinische Bildanalyse entwickelt, die in weltweit mehr als 2000 Krankenhäusern installiert wurde. Er ist Mitglied der Royal Society, der Royal Academy of Engineering, des Institute of Physics, der Academy of Medical Sciences, der British Computer Society und Ehrenmitglied der Institution of Engineering and Technology. Er erhielt mehrere hochrangige Auszeichnungen, unter anderem die IEE Faraday Medal und IEEE Third Millenium Medal sowie mehrere Ehrendoktorwürden. Er veröffentlichte mehr als 600 Artikel sowie zehn Bücher und hält 26 Patente. Weitere Details zum Lebenslauf von Sir Michael Brady finden Sie unter: www.tu-berlin.de/?id=111090

Die „Queen’s Lecture“ – fester Bestandteil in Berlins Kulturprogramm

Die „Queen’s Lecture“ ist ein Geschenk der englischen Königin von 1966 an die Stadt Berlin und wird seit 1997 an der TU Berlin als fester Bestandteil des Kulturprogramms der Universität in Zusammenarbeit mit der Britischen Botschaft und dem British Council gehalten, Großbritanniens internationaler Organisation für Bildung und Kultur.
www.tu-berlin.de/queenslecture

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