TTIP – mehr als ein Hühnersteit

Wohl wenige Handelsabkommen haben die Menschen in Deutschland so bewegt wie die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die zwischen der EU und den USA entstehen soll. Während die Befürworter von TTIP auf die grundsätzlichen Vorteile hinweisen, die aus einem frei(er)en Außenhandel für die beteiligten Länder entstehen, befürchten die TTIP-Gegner einen Verlust nationaler Souveränität ebenso wie eine Aushöhlung des europäischen Verbraucherschutzes. Neben den möglichen Inhalten wird aber auch das Verfahren der Verhandlungen von TTIP kritisiert: Die Kritiker bemängeln die hohe Intransparenz und eine weitgehend fehlende demokratische Kontrolle. Im Rahmen einer „UW/H-Debatte“ diskutieren Forscher der Universität Witten/Herdecke (UW/H) das Thema am 14. Dezember (18 Uhr, Audimax) mit externen Experten.

Die Podiumsdiskussion, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist, findet statt unter dem Motto: „TTIP – mehr als ein Hühnerstreit“. Diskutieren werden Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath (Professor für Economics and Evolutionary Sciences), Michael Kleinbongartz (Mitinhaber und Geschäftsführer der KUKKO-Werkzeugfabrik Kleinbongartz & Kaiser oHG und Vorsitzender des Fachverbandes der Werkzeugindustrie und des Normenausschusses beim DIN für Werkzeuge und Spannwerkzeuge), Alexis Passadakis (Attac Deutschland), Prof. Dr. Dirk Sauerland (Lehrstuhl für Institutionenökonomik und Gesundheitspolitik, Moderator) sowie Prof. Dr. André Schmidt (Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik und internationale Wirtschaft). Ausrichter der UW/H-Debatte ist das Wittener Institut für institutionellen Wandel (WIWA).

UW/H-Debatte
Die UW/H-Debatte bietet ein Diskussionsforum für aktuelle politische und gesellschaftliche Fragestellungen. Es richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Forscherinnen und Forscher der UW/H diskutieren gemeinsam mit externen Experten und treten in ein Gespräch mit den Zuhörerinnen und Zuhörern. Die UW/H-Debatte findet zwei bis drei Mal pro Semester statt.

Über das WIWA:
Das WIWA wurde von Professoren der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft gegründet. Die Arbeit des Instituts soll zeigen, wie Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zusammen gedacht und analysiert werden können. Schwerpunkte sind die Interdependenzen von Wachstum, Wohlstand und Demokratie sowie die erfolgreiche Gestaltung von Reformprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft. Um über die Fachwelt hinaus auch eine breitere Öffentlichkeit anzusprechen, lädt das WIWA zum öffentlichen Diskurs ein.

Weitere Informationen: www.uni-wh.de/wirtschaft/wittener-institut-fuer-institutionellen-wandel/
Kontakt: Prof. Dr. Joachim Zweynert, joachim.zweynert@uni-wh.de oder 02302 / 926-598

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.200 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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