Trotz Sommerhitze: Grillfleisch und Eiscreme sicher

Temperaturrekorde in Deutschland. Bei hohen Temperaturen, es werden für das Wochenende über 35 Grad Celsius erwartet, ist die Kühlung der verderblichen Waren extrem wichtig. Der Warentransport von Eiscreme und Grillfleisch mit Dijon-Senf wird gesichert: Dafür sorgt die Universität Passau in dem internationalen und interdisziplinären BMBF-Forschungsprojekt RESCUE IT unter Beteiligung der Professoren Dr. Joachim Posegga und Dr. Dirk Heckmann (Universität Passau, Institute of IT-Security and Security Law).

Das Institute of IT-Security and Security Law erhält 470.000 Euro für die interdisziplinäre Forschung zur Warenkettensicherung vom BMBF. Die Mittel gehen an den Lehrstuhl für IT-Sicherheit von Professor Dr. Joachim Posegga und den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht von Professor Dr. Dirk Heckmann. Beide Lehrstühle arbeiten intensiv zusammen, um die IT-gestützte Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu untersuchen. "Ein Ziel der gemeinsamen Forschung ist die Analyse der rechtlich relevanten Informationen, die entlang der Warenkette erzeugt, zusammengefügt und bearbeitet werden", erläutert Heckmann. Posegga erklärt die informationstechnische Seite: "Es gilt, ein Verfahren zu entwickeln, welches die Informationen von Prozess zu Prozess rechtssicher weitergibt."

Weitere Partner des Projekts sind die REWE-Informationssysteme GmbH, die SAP AG, die Eisbär Eis GmbH, die Universität Siegen und die Universität zu Köln. Das deutsche Projektkonsortium, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), arbeitet dabei eng mit einem französischen Partnerkonsortium zusammen. Auf französischer Seite wird das Projekt im Rahmen der Bekanntmachung "Securing the Logistics Chain" des Programms "Concepts systèmes et Outils pour la Sécurité Globale" gefördert. Gemeinsam entwickeln beide eine IT-Infrastruktur für die Sicherung von Warenketten. Ziel von RESCUE IT ist die kontinuierliche IT-unterstützte Überwachung und Steuerung der Lebensmittelversorgungskette; selbst bei Hitzerekorden, Naturkatastrophen wie Hochwasser oder mutwillig herbeigeführten Störungen soll so eine Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicher gestellt werden. Diese Zielsetzung der Forschung der Universität Passau folgt dem Programm der Bundesregierung zur "Forschung für die zivile Sicherheit", welches seit 2007 Bestandteil der Hightech-Strategie ist.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse des dreijährigen Projektes finden durch die Partner Eingang in die Praxis. Der Endverbraucher soll die zur Eliminierung von Störungen durchgeführten Änderungen der Warenkette nicht merken und Ware von gleichbleibend hoher Qualität geliefert bekommen.

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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an das ISL der Universität Passau, Tel. 0851 509-3021, oder an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851 509-1430.
(idw, 07/2010)

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