Trese Leinders-Zufall zur Präsidentin der Europäischen Fachgesellschaft für Chemorezeption gewählt

Trese Leinders-Zufall gilt als Pionierin der Riechforschung. Unter anderem untersucht sie die molekularen und zellulären Grundlagen der Duftkommunikation. Dabei versucht sie zu verstehen, wie Duftstoffe durch nasale Sinneszellen erkannt werden und in Nervenimpulse umgesetzt werden, in welchen Hirnregionen diese neuronalen Signale verarbeitet werden und wie sich die Erkennung dieser Signale im Verhalten auswirkt. Beim Menschen spielen Duftsignale eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden und für komplexe Verhaltensreaktionen wie z.B. Angst und Aggression.

Trese Leinders-Zufall blickt nicht nur innerhalb der chemosensorischen Forschung auf ihre langjährige Erfahrung zurück. Sie war und ist in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien zur Förderung der chemorezeptiven Forschung engagiert. Als zukünftige Präsidentin der Europäischen Fachgesellschaft für Chemorezeption wird sie diese Arbeiten intensivieren und an der Entwicklung langfristiger strategischer Planungen zum Ausbau der Riech- und Geschmacksforschung in Europa federführend beteiligt sein.

Ein wichtiges Ziel von ECRO ist die Förderung von Grundlagen- und angewandter Forschung der chemosensorischen Wissenschaften. Ein besonderes Ziel wird es sein, junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher an dieses bedeutende Forschungsgebiet heranzuführen. Der Einfluss von Riechen und Schmecken wird oft unterschätzt. Doch wer diese Sinne verliert, erkennt sehr schnell, was er ihnen verdankt. Ein Defizit bedeutet häufig, dass Gefahrenquellen wie austretende Gase, Feuer oder verdorbene Speisen nicht mehr wahrgenommen werden können, mit oft fatalen Konsequenzen. Auch das soziale Miteinander kann durch einen Verlust des Geruchssinns stark beeinträchtigt werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Trese Leinders-Zufall
Tel.: (06841) 1616350
E-Mail: Trese.Leinders@uniklinikum-saarland.de

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