Transplantationsforscher der MHH an neuem Transregio beteiligt

Erfolg für die Transplantationsforscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie um Professor Dr. Jürgen Klempnauer um weitere MHH-Kliniken gehören dem neuen Transregio/Sonderforschungsbereich 127 „Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation – vom Labor in die Klinik“ an. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den neuen Transregio für fünf Jahre, wie sie heute bekannt gegeben hat. Der MHH-Anteil beläuft sich auf insgesamt 2,2 Millionen Euro. Sprecherhochschule ist die Ludwig-Maximilian-Universität München (Sprecher: Professor Dr. Bruno Reichart, ehemaliger Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Klinikum Großhadern), weitere beteiligte Hochschulen sind die MHH und die Technische Universität Dresden. Zudem gehört das Friedrich Loeffler-Institut in Neustadt-Mariensee zu dem Forschungsverbund.

Der Mangel an geeigneten Spenderorganen behindert die Weiterentwicklung der klinischen Transplantation – diesem Mangel könnte mit der Verwendung von tierischen Organen abgeholfen werden. „Die Weiterentwicklung der klinischen Transplantationsforschung ist ein zentraler Aspekt der Gesundheitsforschung. Die MHH ist auf diesem Gebiet mit dem Teams von Professor Haverich und Professor Klempnauer exzellent aufgestellt, was auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt erneut mit ihrer Förderentscheidung anerkennt“, betont die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka. „Als das größte Transplantationszentrum in Deutschland, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation und bereits mit einem SFB zu Transplantationen ausgestattet, bearbeiten wir in der MHH viele Fragestellungen rund um das Thema“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. „Die erneute Förderung ist ein weiterer Beleg für unsere Expertise.“ Die MHH ist mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations-, und Gefäßchirurgie, der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation vertreten.

Grundlagenforscher und Kliniker arbeiten in dem Transregio zusammen, um die Voraussetzungen für einen klinischen Einsatz beim Menschen von Zellen und Geweben des Schweins zu untersuchen. „Es sollen neue Therapieformen zur Dämpfung des Immunsystems von möglichen Xenotransplantat-Empfängern entwickelt werden und Strategien zur gentechnischen Veränderung von Schweinezellen und -organen, so dass sie als Transplantate für den Menschen verwendet werden können“, betont Professor Dr. Reinhard Schwinzer, MHH-Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie und einer der Projektleiter im Transregio 127.

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