Transfusionsmediziner Prof. Dr. Andreas Humpe wurde an die Universität Magdeburg berufen

Zur Person: Prof. Dr. med. Andreas Humpe, Jahrgang 1965, begann nach dem Medizinstudium und der Promotion an der Universität Münster seine ärztliche Tätigkeit im Zentrum Innere Medizin, Abteilung Hämatologie und Onkologie, am Universitätsklinikum Göttingen, wo er 1999 die Ausbildung zum Facharzt für Transfusionsmedizin abschloss und im selben Jahr auch die Zusatzbezeichnung Qualitätsmanagement erlangte. Ende 1999 wechselte er an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, an die II. Medizinische Klinik und Poliklinik. Nach der Habilitation arbeitete Prof. Humpe dort als Oberarzt der Sektion für Stammzell- und Immuntherapie des Dr. Mildred-Scheel-Hauses, das 2004 am Universitätsklinikum in Betrieb genommen worden war, um die Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation in Schleswig-Holstein auf hohem Niveau aufzubauen. 2014 wurde ihm der Titel außerplanmäßiger Professor verliehen.

Der neue Lehrstuhlinhaber für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie kann auf der Basis seiner bisherigen Tätigkeiten auf ein breites Spektrum von Erfahrungen verweisen. Dazu gehören neben weiteren Kompetenzen vor allem profunde und umfangreiche Kenntnisse in der klinischen und diagnostischen Transfusionsmedizin, in der Zell- und Immuntherapie und der Transplantationsimmunologie wie auch im Qualitätsmanagement und im Aufbau von Stammzelllaboren. Anerkennung für dieses Engagement wurde ihm auch dadurch zuteil, als ihm 2013 die Leitung der Sektion für Stammzelltransplantation und Zelltherapie der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie übertragen wurde.

Bei seinen wissenschaftlichen Untersuchungen widmet sich Prof. Humpe klinischen Versorgungsschwerpunkten zur Optimierung von Stammzell-gewinnungen. Seine experimentellen Schwerpunkte richten sich auf die durchflusszytometrische Analyse von Zellen, die Optimierung der Interaktion von Effektorzellen (NK-Zellen) und Zielzellen (z. B. maligne Zellen, infizierte Zellen) durch Antikörper oder Immunliganden sowie auf die Charakterisierung von Stammzell-Produkten und T-Zell-Produkten sowie das Engineering derartiger Produkte.

Prof. Humpe: „Bei meiner neuen Tätigkeit reizt mich vor allem die weitere Entwicklung des Instituts im Hinblick auf neue zelluläre, individualisierte Therapien. Daneben gilt es, die Blutspendebereitschaft der Bevölkerung zu erhalten und im Hinblick auf zukünftige demographische Entwicklungen noch zu steigern.“

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