Transformationsprozess startet mit neuer Leitung Zukunftsperspektive für ZB MED

Im Juni hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) den Beschluss gefasst, die Bund-Länder-Förderung für ZB MED nicht weiterzuführen. Sie ist damit einer Emp-fehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft gefolgt. Dieser GWK-Beschluss hat das Ausscheiden von ZB MED aus der Leibniz-Gemeinschaft zum Ende diesen Jahres zur Folge. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF NRW) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) haben bereits im Juni angekündigt, mit einer Übergangsfinanzierung einen Transfor-mationsprozess von ZB MED hin zu einer modernen Informationseinrichtung zu unter-stützen. Mit der Bestellung von Dr. Dietrich Nelle als Interimsdirektor zum 1. Oktober wird dieser Transformationsprozess eingeleitet und aktiv gestaltet. Dr. Nelle wird zu-dem von Prof. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft unterstützt. Dieser soll auf Bitte des Stiftungsrats den Transformationspro-zess und die weitere Anbindung der ZB MED an die Leibniz-Familie zunächst begleiten.

Das Interimsmanagement soll die strategische Neuausrichtung von ZB MED vorantreiben, zu der auch die geplante Besetzung der bereits ausgeschriebenen W3-Professur zur künftigen Leitung von ZB MED gemeinsam mit der Universität zu Köln gehört.
Die Zielrichtung ist die Wiederaufnahme von ZB MED in die Leibniz-Gemeinschaft nach erneuter erfolgreicher wissenschaftlicher Begutachtung und damit in die reguläre Bund-Länder-Finanzierung. „Mit den jetzt geplanten Schritten gibt es viele gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken“, unterstreicht Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Zukunftsperspektive für ZB MED.
Der Jurist Dr. Dietrich Nelle ist bereits seit vielen Jahren in unterschiedlichen Positio-nen in der Wissenschaftspolitik tätig. So war er zum Beispiel eines der Gründungs-mitglieder des Rates für Informationsinfrastrukturen, dem auch Prof. Tochtermann angehört. Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) leitete Dr. Nelle bisher die Unterabteilung Forschungsorganisationen. „Digitalisierung ist nicht nur eine Herausforderung unter vielen, sondern das Schlüsselthema, an dem sich die Wettbe-werbsfähigkeit entscheidet“, skizziert der neue Interimsdirektor den zukünftigen Weg, den er mit ZB MED beschreiten wird.

Hintergrund-Information: ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften
ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften ist als wissenschaftliche Informationsinfrastruktureinrichtung in der Leibniz-Gemeinschaft das zentrale Servicezentrum für Fachinformationen und Forschungsunterstützung in den Lebens-wissenschaften. Es hat sich aus der weltweit größten Bibliothek der Fächerkombination Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften entwickelt. ZB MED bietet Literatur und Fachinformation in digitaler und gedruckter Form vor Ort und über das semantikbasierte Suchportal LIVIVO an. ZB MED hat mit PUBLISSO ein eigenes Open-Access-Portal. ZB MED agiert von zwei Standorten in Köln und Bonn aus.

Scroll to Top