Toxikologische Kompetenz liegt im Revier

Alljährlich veröffentlicht das Laborjournal seine Publikationsanalysen zu den unterschiedlichen Disziplinen der Lebenswissenschaften. In diesem Jahr schafften es gleich zwei Forscher aus dem Ruhrgebiet auf die Plätze 1 und 2 bei den meistzitierten Köpfen in der toxikologischen Forschung: Professor Dr. Jan Hengstler aus dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) und Professor Dr. Thomas Brüning aus dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) in Bochum. Der vorliegende Vergleich der Publikationsleistungen aus dem Laborjournal umfasst den Zeitraum 2009 bis 2013.
„Das ist eine wichtige Auszeichnung für unser Haus, denn damit wird die Leistung vieler Mitarbeiter am IfADo anerkannt“, betont der wissenschaftliche Direktor des IfADo, Jan G. Hengstler, der den ersten Platz des Rankings belegt. „Außerdem ist die Statistik ein klarer Indikator dafür, dass wir uns auf wichtige Forschungsthemen konzentrieren.“ Das IfADo fokussiert beispielsweise Themen wie Genotoxizität, Krebsforschung sowie die Entwicklung neuer in vitro-Methoden und Simulationen als Alternative zu Tierversuchen.
Auch Thomas Brüning, Direktor des IPA freut sich. „Das Ergebnis zeigt mir, dass wir als arbeitsmedizinisches Institut in der toxikologischen Forschung ganz oben mit dabei sind und stellt eine Anerkennung der toxikologischen Forschungsleistung des ganzen IPA dar“, so Brüning. „Es zeigt mir aber auch einmal mehr, welch große Bedeutung toxikologische Forschung für die Prävention von arbeitsbedingten Gefährdungen am Arbeitsplatz hat“, Brüning weiter.
Das IfADo und das IPA sind nicht nur geographische Nachbarn, vielmehr kooperieren beide schon seit vielen Jahren intensiv in ganz verschiedenen Projekten miteinander, so z.B. im Bereich der Reizstoffforschung sowie der Nanopartikeltoxikologie.
Hintergrund
Das IfADo – Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund erforscht die Potenziale und Risiken moderner Arbeit auf lebens- und verhaltenswissenschaftlicher Grundlage. Aus den Ergebnissen werden Prinzipien der leistungs- und gesundheitsförderlichen Gestaltung der Arbeitswelt abgeleitet. Das IfADo hat mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 89 selbstständige Einrichtungen umfasst.

Das IPA – Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist als Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB) an der Schnittstelle zwischen arbeitsmedizinischer Forschung und der Praxis für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen positioniert. Zum einen ist es daher für die medi-zinisch-akademische Forschung und Lehre im Fach Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum verantwortlich; zum anderen unterstützt das IPA die gewerblichen Berufsgenos-senschaften, die Unfallkassen und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

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