Tote-Winkel-Assistenzsysteme: Teure Schutzmaßnahme

(dmd). Schon seit Generationen sorgt der „Tote Winkel“ für Angst und Schrecken. Jeder Fahrschüler wird davor gewarnt. Wer nicht gut mit der Gefahr umgeht, riskierte schon immer einiges. Bis Assistenzsysteme auf dem Markt kamen, um den Toten Winkel in den Griff zu bekommen. Doch auch sie bergen ihre Nachteile – wie die „Auto Bild“ jetzt bei einem Test von zehn Systemen heraus fand.

Alle konnten zwar überzeugen, vor allem wenn sie an einen Spurhalte-Assistenten gekoppelt waren. Am besten schnitt die Technik des BMW 3er ab, auf dem zweiten Platz folgt ein punktgleiches Trio aus Audi A3, VW Passat und Volvo V40. Im Mittelfeld finden sich Mazda CX5, Mercedes A- und C-Klasse, Lexus GS und Opel Zafira. Auf dem letzten Rang landete der Ford Focus, dessen Totwinkelwarner erst spät und schwach in Aktion tritt.

Kritik üben die Tester an der Preispolitik der Hersteller. Die Assistenten sind bei allen Herstellern zu teuer, oftmals werden sie zudem nur in kostspieligen Paketen gemeinsam mit anderen Ausstattungsoptionen angeboten. Beim Lexus GS schlägt solch ein Assistenten-Bündel mit 7.400 Euro zu Buche. Aber auch einzeln ist die Technik nicht billig; beim Testsieger BMW etwa kostet allein der Totwinkelwarner 560 Euro, in Kombination mit dem Spurhalteassistenten sind es 1.080 Euro.

Die Funktionsweise der Totwinkel-Assistenten ist in allen Fällen ähnlich. Kameras oder Radarsensoren – meist in den Außenspiegeln angebracht – überwachen den Raum seitlich hinter dem Fahrzeug. Nähert sich von dort ein schnelleres Auto, wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt. Der kamerabasierte Spurhalteassistent ist eine nützliche Ergänzung, da er den Fahrer vor dem Verlassen der Spur bei nicht gesetztem Blinker warnt.

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