Torsten Stöter und Oliver Kobler unterstützen COST-Aktion der Europäischen Union

Das Projekt ist für vier Jahre geplant und trägt den Namen „A new Network of European BioImage Analysts to advance life science imaging“. Es soll Wissenschaftler, die im Bereich Bildgebungsverfahren arbeiten, europaweit vernetzen, damit die Möglichkeiten und Techniken der Bildanalyse in den Lebenswissenschaften besser genutzt werden können. Zu den Fachrichtungen der Life Sciences gehören beispielsweise Biochemie, Ernährungswissenschaften, Medizin und Medizintechnik, Pharmakologie oder Umweltmanagement. Zudem soll das geschaffene Projekt die Forschung an Imaging-Geräten durch den Erfahrungsaustausch der Fachleute untereinander voranbringen.

COST steht als Abkürzung für: „Coopération européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique“ und bedeutet auf Deutsch: „Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie“. Es bildet den Kooperationsrahmen für die internationale Zusammenarbeit zwischen national finanzierten Forschungsprojekten. Das heißt: nicht die Imaging-Forschung selbst wird von der EU finanziell unterstützt, sondern Netzwerkaktivitäten innerhalb dieser COST-Aktion. Sie werden aus dem Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ finanziert.

Torsten Stöter erklärt: „Mit unserer Initiative möchten wir ein internationales Netzwerk aufbauen, um unsere Erfahrung und unser Wissen noch besser auszutauschen.“ So wird es zum Beispiel Weiterbildungskurse für Doktoranden, Geräte-Experten und Software-Entwickler geben. Aber auch Austauschprogramme für die Beteiligten aus den verschiedenen europäischen Ländern sind geplant.

In das neue COST-Projekt wurde Torsten Stöter als Vertreter Deutschlands in den Verwaltungsausschuss aufgenommen. Jeder EU-Unterstützerstaat entsendet zwei mitwirkende Wissenschaftler sowie zwei Vertreter in dieses Gremium, die das jeweilige Land repräsentieren. „Biologen, Physiker, Informatiker und Firmenvertreter arbeiten hier multidisziplinär zusammen – teilweise als Quereinsteiger. Jeder hat einen anderen Hintergrund und bringt anderes Wissen mit, was eine Vernetzung unbedingt notwendig macht. Ich bin gespannt, wie das funktioniert und freue mich auf den Austausch mit den europäischen Kollegen, von denen ich schon einige kennen gelernt habe“, so der Software-Ingenieur.

Oliver Kobler und Torsten Stöter arbeiten bereits seit 2012 in der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Combinatorial NeuroImaging (CNI) Core Facility am LIN. In dem Gerätezentrum stellt das CNI-Team bildgebende Techniken für die neurowissenschaftliche Grundlagenforschung sowohl für Anwendungen am Menschen (3- und 7-Tesla-MRT sowie MEG) als auch für die Kleintierbildgebung (4,7-Tesla-MRT und SPECT/CT) und zahlreiche Mikroskope (zum Beispiel STED-, Konfokal- und Elektronenmikroskope) zur Verfügung.

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