Tierisch gute Zusammenarbeit: MHH-Psychiatrie verleiht Ehrenmedaille an Zoo-Chef

Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet und können jeden treffen. Trotzdem sind sie in der Gesellschaft vielfach immer noch ein Tabu. Die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) möchte etwas gegen Vorurteile und Ausgrenzung von Betroffenen tun und das Thema ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Die Klinik verleiht jedes Jahr die Ehrenmedaille „Anders sein“ an Menschen, die sich in besonderer Weise für psychisch Kranke einsetzen. In diesem Jahr geht die Ehrenmedaille an Andreas Michael Casdorff, den Geschäftsführer des Erlebnis-Zoo Hannover, und sein Team. Professor Dr. Stefan Bleich, Direktor der MHH-Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, wird die Medaille überreichen. Mit dabei sind auch Dr. Andreas Tecklenburg, Vize-Präsident der MHH, und Angelika Walther, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover.

Wir laden alle Medienvertreter ein zu der Verleihung am

– Freitag, 3. Juni 2016,
– von 10 bis 12 Uhr
– im Konferenzraum des Direktoriums der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Hauptgebäude K6, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

Die Klinik und den Zoo Hannover verbindet seit 2013 eine enge Freundschaft. Einmal pro Woche besucht eine Patientengruppe der Klinik zu Studienzwecken den Zoo. Die Patienten leiden beispielsweise an Depressionen, Psychosen, Traumata oder Demenzerkrankungen. „Aus unserer Erfahrung mit Therapiehunden und Zirkusbesuchen beobachten wir schon länger, dass der Kontakt zu Tieren einen positiven Einfluss auf die Psyche des Menschen hat“, sagt Professor Bleich. „Herr Casdorff gibt uns die Möglichkeit, die Heilfaktoren wissenschaftlich zu untersuchen und eine Studie, in der wir die Stimmung der Patienten nach dem Kontakt zu Tieren evaluieren, zu machen.“ Durch die Besuche im Zoo erfahren die Patienten ganz direkt etwas Positives und gleichzeitig kommt die Forschung voran. „Dafür möchten wir uns bei Herrn Casdorff und seinem Team bedanken“, sagt der Klinikdirektor. Die Begegnung mit Tieren spricht das limbische System im Gehirn an, das unter anderem der Verarbeitung von Emotionen dient. Bei psychisch kranken Menschen kann dadurch die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen, gefördert werden. Die ersten Ergebnisse der Studie werden auf der Veranstaltung präsentiert.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Andreas Feyerabend, Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Telefon (0511) 532-3176, feyerabend.andreas@mh-hannover.de.

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