Thema Geburt: Erster Lübecker interprofessioneller Perinatalkongress

Am 6. und 7. September 2019 findet in der Universität zu Lübeck erstmals der Lübecker interprofessionelle Perinatalkongress statt. Mit 512 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Audimax der Universität komplett ausgebucht. Es handelt sich um eine der größten Fortbildungsveranstaltungen dieser Art in Deutschland.

„Aus der Überzeugung heraus, dass Geburtshilfe – im Sinne einer optimalen Betreuung von Mutter und Kind – nur ‚gemeinsam‘ geht, bietet der Kongress ein Forum, bei dem die Berufsgruppen auf dasselbe Thema blicken, um voneinander und miteinander zu lernen“, sagen die Veranstalter. Eines der vordringlichen Ziele müsse es sein, die medizinische Versorgungsrealität mit politisch-strukturellen Zielvorgaben in Einklang zu bringen, insbesondere im Hinblick auf aktuellen und zukünftigen Fachkräftemangel.

Die gemeinsame wissenschaftliche Leitung des Kongresses haben Prof. Dr. Christiane Schwarz, Studiengangsleiterin Hebammenwissenschaft an der Universität, Prof. Dr. Achim Rody, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Prof. Dr. Egbert Herting, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck.

Zum Tagungsbeginn begrüßt die Präsidentin der Universität zu Lübeck, Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach. Auch der Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Heiner Garg, nimmt teil. Er spricht zum Thema „Wie kann Versorgung gelingen – die politische Version“.

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Das Programm bietet Hebammen, Geburtshelferinnen und –helfern, Gynäkologinnen und Gynäkologen, Neonatologinnen und Neonatologen und Pflegenden ein Update an Wissen, eine neue Multiperspektivität auf die Geburtshilfe und einen Austausch auf Augenhöhe. In fünf Themenblöcken zur geburtshilflich-neonatologischen Versorgung in der Fläche, zu aktuellen Leitlinien, Komplikationen in der Schwangerschaft, kritischen Situationen unter der Geburt sowie Geburtsverletzungen bei Mutter und Kind bieten Expertinnen und Experten ihres Faches aktuelles Wissen.

Themen sind dabei beispielsweise: „Sichere Geburt – Die Perspektive der Frauen“, „Perinatalmedizinische Versorgung – von den Schweden lernen?“, „Noninvasive Pränataldiagnostik – was ist neu?“, „Interprofessionelle Fallbesprechungen – voneinander lernen“, „Intrapartale Überwachung“, „Der Notfall aus der Sicht der Gebärenden“ und „Langzeitfolgen Beckenboden“. Begleitend zum Kongress stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Arbeiten im Rahmen einer Posterausstellung vor und bieten damit einen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse rund um das Thema der interprofessionellen Zusammenarbeit.

Gesundheitswissenschaften in Lübeck unter einem Dach

Die Idee des interprofessionellen Lernens und Lehrens, die an der Universität zu Lübeck und im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein bereits gelebt wird, ist der Leitgedanke des Kongressprogramms. Mit dem innovativen Konzept des dualen Studiums für Hebammen ist die Universität zu Lübeck die erste Universität, die ihren Studierenden bereits heute bietet, was laut einem Gesetzesentwurf aus diesem Jahr bundesweit implementiert werden soll.

Persönlich, interprofessionell, exzellent – unter diesem Motto sind an der Sektion Medizin der Universität zu Lübeck neben der Humanmedizin fünf Studiengänge der Gesundheitsfachberufe angesiedelt. Mit den Studiengängen Ergotherapie, Hebammenwissenschaft, Logopädie, Pflege, Physiotherapie und Medizin und der unmittelbaren räumlichen und fachlichen Anbindung an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, ergibt sich ein deutschlandweit einmaliges Angebot der „Gesundheitswissenschaften unter einem Dach“.

Diese Konstellation eröffnet auch neue Möglichkeiten des Miteinander- und Voneinander-Lernens. Es gilt, die Curricula mit ihren unterschiedlichen Praxis- und Theorieanteilen sinnvoll zu verzahnen, Synergien zu nutzen und gleichzeitig die je spezifischen Fachidentitäten zu vermitteln. Zum Wintersemester 2019/20 führt die Universität zu Lübeck den Masterstudiengang Gesundheits- und Versorgungswissenschaften ein.

Der Lübecker interprofessionelle Perinatalkongress wird er vom Elwin Staude Verlag, dem Herausgeber der Deutschen Hebammen Zeitschrift, ausgerichtet.

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