Teure Schnäppchen

(djd). Der Umzug in die erste eigene Wohnung steht an. Oder die Waschmaschine gibt ausgerechnet gegen Monatsende den Geist auf, wenn Ebbe in der Haushaltskasse ist: In solchen Situationen erscheinen gebrauchte Elektrogeräte als eine verlockende Alternative, um schnell und günstig Ersatz zu beschaffen. Doch unterm Strich rechnen sich solche Schnäppchen meist nicht. Denn egal ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler, Second-Hand-Elektrogeräte sind meist schon einige Jahre alt und echte Energiefresser. Die Kosten, die man bei der Anschaffung kurzfristig spart, finden sich schnell auf der Stromrechnung wieder.

70 Prozent weniger Verbrauch als vor zehn Jahren

„Ein moderner Kühlschrank mit der besten Effizienzklasse A+++ beispielsweise verbraucht rund 70 Prozent weniger Strom als ein vergleichbares Gerät, das vor zehn Jahren gebaut wurde“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. „Vor allem alte Kühl- und Gefriergeräte belasten die Haushaltskasse enorm, da sie 24 Stunden am Tag laufen.“ Wenn das Budget gerade wenig Spielraum lasse, dann müsse man aber nicht unbedingt zum teuersten und besten Gerät greifen. Denn bereits mit einem Kühlgerät der Klasse A++ könnten 50 Prozent und mehr gegenüber Altgeräten eingespart werden. Genauere Auskunft und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Jahresstromverbrauch auf dem Energielabel. Diese Verbraucherinformation muss auf jedem Neugerät angebracht sein.

Passende Gerätegröße arbeitet effizienter

Ein weiterer Nachteil der gebrauchten Geräte: Da die Auswahl meist begrenzt ist, passen sie oft nicht zur Haushaltssituation und arbeiten so nicht wirklich energieeffizient. Beim Kühlgerät beispielsweise sind 120 Liter Fassungsvermögen ausreichend für einen Ein- bis Zweipersonenhaushalt, für jede weitere Person rechnet man 60 Liter dazu. Auch in puncto Sicherheitsausstattung sind die meisten gebrauchten Geräte nicht auf dem aktuellen Stand. Das kann sich insbesondere bei der Waschmaschine oder dem Geschirrspüler schnell zu einer mittleren Katastrophe auswachsen, wenn das Gerät zum Beispiel während des Waschprogramms ausläuft und Wohnung und Einrichtung beschädigt. Neue Geräte sind heute schon in den mittleren Preisklassen mit Sicherheitssystemen ausgestattet, die zuverlässig vor Wasserschäden schützen.

Wer sich vorab über Haushaltsgeräte, ihren Energieverbrauch und ihre Ausstattung informieren möchte, findet unter http://www.hausgeraete-plus.de eine herstellerneutrale Datenbank, Checklisten für die Auswahl des neuen Gerätes und praktische Stromspartipps für die spätere Nutzung.

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