Ten Years After

Mit der Praxisanalyse auf Zeitreise
Das System der Benchmarking-Praxisanalyse des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) eignet sich nicht nur dazu, Stärken und Schwächen von Praxisbetrieben zu untersuchen, um durch den Vergleich mit dem Fachgruppen- und Best Practice-Standard Verbesserungsmöglichkeiten zu generieren, sondern mit ihrer Hilfe ist es auch möglich, Entwicklungen zu untersuchen. Das System ist seit zehn Jahren im Praxisanalyse-Alltag etabliert, so dass es sich anbot, unter dem Titel “Ten Years After” eine repräsentative Untersuchung durchzuführen, die aus einer detaillierten Gegenüberstellung der Praxismanagement-Gegebenheiten in den Jahren 2004 und 2014 bestand.
In- und Output in der 10-Jahres-Distanz
Als erstes Resultat wurden – über alle Fachgruppen betrachtet – die eingesetzten Praxisführungs-Instrumente in Relation zum Best Practice-Standard ermittelt und dem Patient Satisfaction Score (PSS), der Ausdruck der Relation von Patientenanforderungen und erzielter Zufriedenheit ist, gegenübergestellt. Die Werte zeigen eine äußerst interessante Entwicklung (jeweils Best Practice-Relation zum PSS): 2004: 46% zu 74%, 2014: 53% zu 61%. Im Laufe des Untersuchungszeitraums haben damit Anzahl und Einsatzintensität der Praxismanagement-Instrumente zugenommen, der Grad der Anforderungserfüllung ist aus Patientensicht jedoch gleichzeitig gesunken.
Ursachen der Entwicklung
Die Steigerungen der Aktivitäten und des Instrumenteneinsatzes fand vor allem in den Aktionsbereichen “Planung”, “Marktforschung”, “Marketing” und “Finanzmanagement” statt. Auf nahezu gleichem Niveau blieben das Patientenmanagement und die Organisation. Zusammen mit einer deutlich gestiegenen Anforderungshaltung der Patienten resultiert hieraus die nachhaltige Verschlechterung des PSS. Untersucht man die Patientenzufriedenheit detaillierter, sind gerade die von den Ärzten nicht oder nur gering intensivierten Bereiche für die gestiegene Unzufriedenheit verantwortlich, der Mehreinsatz auf der Input-Seite hat sich damit zumindest in Bezug auf die Anforderungserfüllung nicht ausgezahlt.

Quelle: http://bit.ly/1wZ2kI5

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