Telemonitoring steigert Lebensqualität von Herzschwäche-Patienten

Eine telemedizinische Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz wirkt sich positiv auf ihren Gesundheitszustand und ihre Lebensqualität aus, und verringert die Notwendigkeit von stationären Aufnahmen im Vergleich zu herkömmlicher Therapie. Positive Effekte von Telemonitoring demonstrieren eine Reihe von Studien, die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurden. Bis Samstag diskutieren in Mannheim mehr als 7000 Teilnehmer aus rund 25 Ländern aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie.

Höhere Lebensqualität, bessere Compliance

Positive Effekte des Telemonitorings bei Herzschwäche zeigte zum Beispiel eine Studie des Universitätsklinikums Heidelberg[1]. Ein Jahr lang wurden ausgewählte Patienten telemedizinisch betreut, nach einem weiteren Jahr wurden sie ebenso wie die herkömmlich behandelten Patienten in der Studie nochmals hinsichtlich der Medikamenteneinnahme und der Lebensqualität untersucht. In der Kontrollgruppe beobachteten die Studienautoren einen „deutlichen Abfall der gesundheitsbezogenen körperlichen Lebensqualität“ und des psychischen Wohlbefindens, während sie bei den Telemedizin-Patienten eine Stabilisierung der diesbezüglichen Messwerte und einen Rückgang des Schweregrades der Erkrankung verzeichneten. Darüber hinaus setzten die telemedizinisch betreuten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz konsequenter als die anderen die empfohlene medikamentöse Therapie um.

[1] Cebola et al, Perpetuierung telemedizinischer Betreuung: Ergebnisse 12 Monate nach Studienende, Abstract 402, Res Cardiol 200, 2011

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Vom 27.-30. April 2011 in Mannheim:
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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

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