Teddybär-Krankenhaus nimmt Kindern die Angst vor Arzt und Rettungsdienst

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) eröffnet am 16. November ab 8 Uhr ein Teddybär-Krankenhaus. 45 Wittener Kindergärten wurden eingeladen, so dass mehr als 200 Kinder ihre Kuscheltiere und Puppenkinder ambulant ärztlich versorgen lassen können. Studierende der Humanmedizin der UW/H stehen bereit, um gebrochene Arme oder verstimmte Mägen der Patienten zu kurieren. „Wir möchten den Kindern so die Angst vor einer Behandlung nehmen. Spielerisch lernen sie kennen, was ihnen ja nach einem Unfall jederzeit passieren kann, dass sie nämlich Menschen mit weißem Kitteln und Mundschutz begegnen, die einem ganz schön Angst einjagen können“, erklären die Organisatorinnen Felicitas Saal und Katharina Weber den Sinn des Teddybär-Krankenhauses.

Eine Patienten-Anmeldung, Behandlungsräume, ein eigener Teddy-OP-Saal samt Röntgengerät sowie eine Apotheke zur „Medikamentenausgabe“ sind Teile der umfangreichen Klinik-Ausstattung, so dass die Halle der UW/H an diesem Tag einem echten Stofftier-Lazarett gleichen wird. Zur Vorbereitung des Besuches haben die Erzieherinnen und Erzieher die Themen erarbeitet und jedes Kind hat seinem Stofftier im Vorfeld eine Krankheit zugewiesen, die dann im „Teddybär-Krankenhaus“ behandelt wird. Dazu kommen die Puppenmütter und Teddyväter mit ihren Lieblingskuscheltieren ins Teddy-Krankenhaus und schildern einem „Facharzt für Stofftierheilkunde“ (Medizinstudierende) die erdachten Leiden. Anhand des ärztlichen Parcours, welcher mit den Plüschpatienten absolviert wird, sollen die kleinen Beobachter einen realistischen Einblick in die ärztliche Arbeitswelt erhalten und so auf spielerische Weise ihre Ängste verlieren. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, gibt es, je nach Erkrankung, einen Verband oder ein Rezept für ein Medikament. Auch ein richtiger Rettungswagen wird voraussichtlich zur Besichtigung bereit stehen.

Neben den Kindern profitieren jedoch auch die Studierenden von dem Projekt. Durch den Kontakt mit den kleinen Patienten schulen sie ihre kommunikativen und psychologischen Fähigkeiten und sammeln zudem Erfahrungen in der Kinderheilkunde. „Das Teddy-Krankenhaus ist in vielerlei Hinsicht eine gute Vorbereitung auf den Beruf“, so die Studentinnen. „Kinder nach einer Krankheit zu befragen ist viel schwerer als es das bei Erwachsenen ist. Die Gesprächsführung muss einfach und klar sein – so wie Erwachsene sich das von ihrem Arzt auch manchmal wünschen.“

Seit diesem Jahr unterstützt auch Prof. Dr. Jan Ehlers, Vizepräsident der Universität Witten/Herdecke, das Teddybär-Krankenhaus als zweiter Schirmherr neben Prof. Dr. Michael Paulussen aus der Dattelner Kinderklinik. Prof. Ehlers hat nicht nur biographisch einen Bezug zur Teddyklinik, da er zunächst das Studium der Veterinärmedizin abgeschlossen hat, sondern das Projekt ist ihm eine Herzensangelegenheit und er möchte das ehrenamtliche Engagement der Studierenden unterstützen, so dass das Teddybär-Krankenhaus in den Hallen der Wittener Universität noch viele Jahre Fortbestand hat.

Außerdem fördert auch die Wittener Universitätsgesellschaft (WUG) das Projekt Teddybär-Krankenhaus weiterhin. Mit dieser finanziellen Unterstützung können Anschaffungen wie Verbandmaterial, Malsachen für die Kinder oder auch Arzneimittel für die Kuscheltiere in Form von Süßigkeiten sichergestellt werden.

Weitere Informationen bei Katharina Weber, katharina.weber@uni-wh.de. Die Handynummer können Sie unter 02302/926-805/849 erfragen.

Weitere Fotos zum Herunterladen finden Sie unter www.uni-wh.de/detailseiten/news/teddybaer-krankenhaus-nimmt-kindern-die-angst-vor-arzt-und-rettungsdienst-6547/

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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