Taub und trotzdem hören – Tag für Hörgeschädigte im Klinikum rechts der Isar

Die Situation von Hörgeschädigten hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Taube und Schwerhörige profitieren von Fortschritten in der Hörgerätetechnologie und der Versorgung mit Cochlea Implantaten.

Ein Cochlea Implantat ist eine Innenohrprothese für hochgradig schwerhörige und gehörlose Kinder oder Erwachsene, denen herkömmliche Hörgeräte wenig oder gar keine Verbesserung bringen. Cochlea Implantate wandeln Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke (lat. Cochlea) stimuliert wird. So können Sprache und Töne wieder wahrgenommen werden.

Hals-Nasen-Ohren-Experten der Münchner Unikliniken beschäftigen sich in ihren Vorträgen mit den Ursachen von Hörstörungen bei Kindern und Erwachsenen, dem Hörscreening bei Neugeborenen sowie Behandlungsmöglichkeiten wie dem Cochlea Implantat.

Der wissenschaftliche Teil der Veranstaltung wird am Nachmittag durch Beiträge von Selbsthilfeverbänden und Betroffenen ergänzt. Dabei stellt sich die einzige bayerische Realschule mit Förderschwerpunkt Hören vor, eine hörbehinderte Studentin berichtet von ihren Erfahrungen an der Universität und die Katholische Hörgeschädigtenseelsorge präsentiert ihre Betreuungsangebote. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt die Hörgeschädigten-Band SUPANOVA.

Eine Ringschleifenanlage ist vorhanden. Alle Vorträge werden mit Unterstützung einer Schriftdolmetscherin übertragen.

Anmeldung bis zum 5. Juni 2010 an die Selbsthilfegruppe MuCIs unter unter Fax. 03 222 376 8123, email: regine.zille@bayciv.de
(idw, 06/2010)

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