Leberzellkrebs

Immer häufiger sind Wohlstandskrankheiten die Ursache für Leberzellkrebs

„Leberzellkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die sich primär in der Leber entwickelt, und zählt weltweit zur zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache. Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Leberzellkrebs hat sich seit den 70er-Jahren mehr als verdoppelt und auch in Deutschland steigen die Zahlen“, erläutert Professor Dr. Peter R. Galle, Direktor der 1. Medizinischen Klinik und Poliklinik der …

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Frühzeitige Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen können Krebs verhindern

„Leberzellkrebs ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. In etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle entwickelt sich der Leberzellkrebs auf Basis einer Leberzirrhose. Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Leberzellkrebs hat sich seit den 70er-Jahren mehr als verdoppelt. Auch in Deutschland steigen die Zahlen. Es gibt jährlich etwa 8.200 Neuerkrankungen und fast ebenso viele Todesfälle“, …

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Leberzellkarzinom – Tyrosin-Kinase-Inhibition

Behandlungsmöglichkeiten bei Leberkrebs

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Reduktion der Sorafenib-Startdosis bei der Behandlung von Patienten mit nicht-resektablem Leberzellkrebs (HCC) fraglich

Die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (mRCC) hat  in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Behandlungsergebnisse von Krebspatienten geführt. Ein Grund hierfür war sicherlich die 2006 erfolgte Einführung von Sorafenib.(1) Ein Jahr später wurde der Multikinase-Inhibitor auch zur Behandlung des Leberzellkarzinoms (HCC) zugelassen, wo er bis heute die einzige systemische Therapieoption ist. Dass die Entwicklung von Sorafenib damit jedoch keineswegs abgeschlossen ist, erläuterte Professor Dr. Dirk Jäger, Heidelberg, auf einem Symposium im Rahmen des 31. Deutschen Krebskongresses. Dies gilt sowohl für die bisherigen Indikationen als auch für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte differenzierte Schilddrüsenkarzinom (DTC), bei dem die Zulassung von Sorafenib in Europa beantragt ist.

Reguläre Startdosis beim HCC von Vorteil

Zwei große nicht-interventionelle Studien – GIDEON und INSIGHT –  beleuchten den Einsatz von Sorafenib beim HCC im klinischen Alltag. In der globalen Studie GIDEON wurde die Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Dosierungsregime von Sorafenib bei mehr als 3.200 Patienten mit nicht-resektablem HCC untersucht. „Hierbei zeigte eine Subgruppenanalyse von 1.113 Patienten, dass Patienten mit einer Startdosis von 800 mg Sorafenib im Median länger leben als Patienten mit einer Startdosis von 400 mg (12,1 Monate vs. 9,4 Monate). (5). „Eine Reduktion der Sorafenib-Startdosis von 800 auf 400 mg bei Patienten mit eingeschränkter Prognose ist demnach nicht erforderlich und scheint sogar nachteilig zu sein“, sagt Jäger. „Zudem war die mittlere Therapiedauer unter der höheren Dosierung mit 18 Wochen deutlich länger als unter der niedrigeren mit 13 Wochen – und das bei vergleichbaren Sicherheitsprofilen“, erläutert Jäger.

 

Wirksamkeit von Sorafenib bei HCC unabhängig von der Grunderkrankung

Die Ergebnisse der nationalen Studie INSIGHT (n=778) belegen, dass Patienten mit HCC unabhängig von ihrer hepatischen Grunderkrankung von Sorafenib profitieren. Über alle HCC-Stadien lag das Gesamtüberleben im Median bei 15,8 Monaten. Im fortgeschrittenen BCLC C Stadium wurde ein medianes OS von 14,5 Monaten erzielt und im intermediären BCLC B Stadium sogar ein medianes OS von 25,1 Monaten. (6) „Neben diesen vielversprechenden Daten ergaben die Analysen der INSIGHT, dass sowohl Patienten über 65 Jahre, als auch solche mit nicht-alkoholischer Steatohepatitis oder Diabetes im Gesamtüberleben in ähnlicher Weise von dem Wirkstoff profitierten wie Patienten ohne diese Risikofaktoren“, fasst Jäger abschließend zusammen.

Quellen:

  1. Escudier, B., et al., Sorafenib in advanced clear-cell renal-cell carcinoma. N Engl J Med, 2007. 356(2): p. 125-34.
  2. Brose MS et al. J Clin Oncol 31; (suppl; abstr #4)
  3. www.clinicaltrials.gov NCT00732914
  4. Michel M.S. et al. J Clin Oncol 32, 2014 (suppl 4; abstr 393)
  5. Daniele B. et al. ESMO 2013, Poster 2581
  6. Koschny R. et al. ESMO 2013, P437

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MEDIZIN ASPEKTE 2014/03

Leberkrebs – Entstehung, Häufigkeit und Therapie

Leberkrebs – Häufigkeit, Entstehung, Klassifikation

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Reduktion der Sorafenib-Startdosis bei der Behandlung von Patienten mit nicht-resektablem Leberzellkrebs (HCC) fraglich

Die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (mRCC) hat  in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Behandlungsergebnisse von Krebspatienten geführt. Ein Grund hierfür war sicherlich die 2006 erfolgte Einführung von Sorafenib.(1) Ein Jahr später wurde der Multikinase-Inhibitor auch zur Behandlung des Leberzellkarzinoms (HCC) zugelassen, wo er bis heute die einzige systemische Therapieoption ist. Dass die Entwicklung von Sorafenib damit jedoch keineswegs abgeschlossen ist, erläuterte Professor Dr. Dirk Jäger, Heidelberg, auf einem Symposium im Rahmen des 31. Deutschen Krebskongresses. Dies gilt sowohl für die bisherigen Indikationen als auch für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte differenzierte Schilddrüsenkarzinom (DTC), bei dem die Zulassung von Sorafenib in Europa beantragt ist.

Reguläre Startdosis beim HCC von Vorteil

Zwei große nicht-interventionelle Studien – GIDEON und INSIGHT –  beleuchten den Einsatz von Sorafenib beim HCC im klinischen Alltag. In der globalen Studie GIDEON wurde die Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Dosierungsregime von Sorafenib bei mehr als 3.200 Patienten mit nicht-resektablem HCC untersucht. „Hierbei zeigte eine Subgruppenanalyse von 1.113 Patienten, dass Patienten mit einer Startdosis von 800 mg Sorafenib im Median länger leben als Patienten mit einer Startdosis von 400 mg (12,1 Monate vs. 9,4 Monate). (5). „Eine Reduktion der Sorafenib-Startdosis von 800 auf 400 mg bei Patienten mit eingeschränkter Prognose ist demnach nicht erforderlich und scheint sogar nachteilig zu sein“, sagt Jäger. „Zudem war die mittlere Therapiedauer unter der höheren Dosierung mit 18 Wochen deutlich länger als unter der niedrigeren mit 13 Wochen – und das bei vergleichbaren Sicherheitsprofilen“, erläutert Jäger.

ionalen Studie INSIGHT (n=778) belegen, dass Patienten mit HCC unabhängig von ihrer hepatischen Grunderkrankung von Sorafenib profitieren. Über alle HCC-Stadien lag das Gesamtüberleben im Median bei 15,8 Monaten. Im fortgeschrittenen BCLC C Stadium wurde ein medianes OS von 14,5 Monaten erzielt und im intermediären BCLC B Stadium sogar ein medianes OS von 25,1 Monaten. (6) „Neben diesen vielversprechenden Daten ergaben die Analysen der INSIGHT, dass sowohl Patienten über 65 Jahre, als auch solche mit nicht-alkoholischer Steatohepatitis oder Diabetes im Gesamtüberleben in ähnlicher Weise von dem Wirkstoff profitierten wie Patienten ohne diese Risikofaktoren“, fasst Jäger abschließend zusammen.

Quellen:

  1. Escudier, B., et al., Sorafenib in advanced clear-cell renal-cell carcinoma. N Engl J Med, 2007. 356(2): p. 125-34.
  2. Brose MS et al. J Clin Oncol 31; (suppl; abstr #4)
  3. www.clinicaltrials.gov NCT00732914
  4. Michel M.S. et al. J Clin Oncol 32, 2014 (suppl 4; abstr 393)
  5. Daniele B. et al. ESMO 2013, Poster 2581
  6. Koschny R. et al. ESMO 2013, P437

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MEDIZIN ASPEKTE 2014/03

Leberzellkrebs – Welt-Krebstag macht gezielt auf die Wichtigkeit der Früherkennung aufmerksam

Etwa 50.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen einer Leberzirrhose und rund 8.000 an Leberzellkrebs. Doch jeder kann dieser Krebsart gezielt vorbeugen. „Wenn regelmäßig Leberwerte getestet und Lebererkrankungen, die zum Leberzellkrebs führen könnten, rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt werden, muss es nicht bis zum Leberzellkrebs kommen“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender …

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Sorafenib – Therapiestandard beim Leberzellkarzinom (HCC) [Fachkreise]

Die Wirksamkeit von Sorafenib, einem Tyrosinkinase-Inhibitor, hat sich bei der Behandlung des Leberzellkarzinoms (HCC) in der klinischen Praxis bewährt. Mit Zulassung des oralen Tyrosin-Kinase-Inhibitors (TKI) Sorafenib zur Behandlung des Leberzellkarzinoms (HCC) von der EMA Ende 2007 gibt es die erste wirksame systemische Therapie, die einen signifikanten Überlebensvorteil von 10,7 Monaten bei Patienten mit fortgeschrittenem Leberzellkarzinom …

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Leberzellkarzinom – frühe Diagnose verbessert Heilungschancen bei Leberkrebs

Das Leberzellkarzinom ist die häufigste Form von Leberkrebs und macht bei Erwachsenen etwa 90 Prozent der primären bösartigen Lebertumoren aus. Es ist weltweit der siebthäufigste Tumor und die dritthäufigste Ursache der durch Krebs verursachten Todesfälle. In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 7.500 Menschen am Leberzellkarzinom, weltweit treten mehr als 500.000 Neuerkrankungen auf [fusion_builder_container hundred_percent=“yes“ overflow=“visible“][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=“1_1″ …

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Bei Leberzellkrebs und Nierenzellkrebs greift Sorafenib zielgerichtet Tumorzellen und Tumorgefäße an

Im letzten Jahrzehnt hat die Krebstherapie deutliche Fortschritte gemacht. Bis dahin waren neben Operationen die Radiotherapie und Chemotherapie gängige therapeutische Ansätze. Mit den Zulassungen zellbiologisch wirkender Medikamente lassen sich jetzt ergänzende medikamentöse Optionen nutzen. Seit 2006 bietet der orale Multikinasehemmer Sorafenib bei Nierenzellkrebs (RCC = renal cell cancer) und Leberzellkrebs (HCC = Hepatocellular carcinoma) eine …

Bei Leberzellkrebs und Nierenzellkrebs greift Sorafenib zielgerichtet Tumorzellen und Tumorgefäße an Read More »

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