Symposium über neuronale Grundlagen von Emotionen und Affekten

Die Untersuchung der neuronalen Grundlagen von Emotionen und Affekten hat in den vergangenen Jahren an Relevanz gewonnen. Dabei geht es um Frage, wie Emotionen und Affekte in unserem Gehirn verankert sind und Denken, Wahrnehmen, Bewerten und Handeln bestimmen. Diese Thematik beeinflusst zunehmend auch die Diskussion um gesellschaftspolitische Fragen wie etwa die der Bedeutung von gewaltorientierten Computerspielen oder Filmen, Fragen der Resozialisierung im Strafvollzug oder der Interaktion in Kindergarten oder Schule. Zudem trägt die Forschung über die neuronalen Grundlagen von Emotionen und Affekten wesentlich dazu bei, die biologischen Grundlagen sowie die Entwicklung einer Vielzahl psychischer Erkrankungen besser zu verstehen und therapeutische Ansätze zu entwickeln oder zu verbessern.

Es werden 40 international hoch renommierte Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler erwartet, die ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorstellen und unter anderem zu den molekulargenetischen und neuroendokrinologischen Grundlagen von Affekt und (Sozial-)Verhalten, zu kognitiv-neurowissenschaftlichen und funktionell-bildgebenden Untersuchungen bei der Verarbeitung von Emotionen, zu neuronalen Korrelaten von gewalthaltigen Videospielen, ebenso wie zu neurowissenschaftlich fundierten Trainingsprogrammen zur Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen vortragen werden.

Daneben bietet das Symposium Nachwuchswissenschaftlern Gelegenheit, ganz im Sinne des Netzwerkgedankens eine Kommunikationsplattform zu schaffen und sich über neue Untersuchungsverfahren und -methoden auszutauschen.

Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des DFG-Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ (LoE) an der Freien Universität in Berlin und des HWK in Kooperation mit der Abteilung Neuropsychologie und Verhaltensneurobiologie im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. Initiatoren sind Professor Herrmann und Privatdozent Dr. Thorsten Fehr von der Universität Bremen sowie dei Professoren Art Jacobs und Hauke Heekeren von der Freien Universität Berlin. Die Tagungssprache ist Deutsch und Englisch.

Ansprechpartner:

Universität Bremen
Zentrum für Kognitionswissenschaften
Institut für Hirnforschung
Abteilung für Neuropsychologie und Verhaltensneurobiologie
Prof. Dr. Dr. Manfred Herrmann
E-Mail: manfred.herrmann@uni-bremen.de

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