Summer School zur „Integrativen und Personalisierten Gesundheitsversorgung“ findet in Witten statt

Vom 16. bis zum 20. Juli findet an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) die deutschlandweit erste internationale Summer School zum Thema „Integrative und personalisierte Gesundheitsversorgung“ statt. Gemeinsam mit renommierten Professoren aus Medizin, Psychologie und Ethik diskutieren Studierende aller Nationen fünf Tage lang über die Zukunft der Medizin.

Die zentrale Fragestellung ist die nach dem Weg zwischen den beiden aktuellen Polen der Individualisierungstendenzen innerhalb der integrativen Medizin:

Der erste Ansatz betrachtet die Individualisierung als personalisierte Medizin und fokussiert die genetische und molekulare Einzigartigkeit eines jeden Menschen. Therapie und Diagnose können mittels neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse exakt auf die genetische Beschaffenheit eines Patienten angepasst werden. In der Realität finden wir diese Art der Individualisierung vor allem im pharmazeutischen Bereich und in führenden akademischen Forschungszentren.

Der zweite Ansatz sieht die Individualisierung als personenzentrierte Medizin und blickt über die Ebene der Gene und Moleküle hinaus. Hier wird der Patient in einem umfassenderen Sinn als Individuum betrachtet, mit seinen physischen, psychischen und existenziellen Aspekten und dem sozialen Kontext, in dem er sich befindet. In der Praxis begegnet uns diese Form eher in den Bereichen psychosozialer, komplementärer und integrativer Medizin.

Worauf aber wird zukünftig der Behandlungsfokus gelegt werden, auf „Moleküle“ oder „Personen“? Geht es dabei überhaupt um eine Alternative? Die Summer School will zeigen, dass beide Pole berechtigt sind und zu einer „Integrativen und Personalisierten Gesundheitsversorgung“ verbunden werden können.

Im Rahmen der Summer School werden dazu sowohl der theoretische Hintergrund als auch die praktische Umsetzung diskutiert. Die täglichen Sessions und Diskussionsrunden sind dabei vielfältig und kreativ. Von Vorträgen und Diskussionen über konkrete Erlebnisbeispiele bis zu Rollenspielen wird die komplette Bandbreite didaktischer Möglichkeiten eingesetzt, um den Auseinandersetzungsprozess offen und vielseitig zu gestalten.

Die Einladungen und Anmeldungen wurden an Partneruniversitäten und internationale Studierendenorganisationen aus über 30 verschiedenen Nationen versandt. Aus diesen Ländern werden ca. 60 Studierende der Fachbereiche Humanmedizin, Psychologie und Pflegewissenschaften erwartet.
Neben dem täglichen Seminarprogramm sorgt das abwechslungsreiche Abendprogramm dafür, dass den Teilnehmenden auch ausgiebig Gelegenheit und Zeit für Gespräche, Ideenaustausch und das Genießen der Wittener Sommerabende bleibt.

Um auch allen interessierten Studierenden die Teilnahme an der Summer School zu ermöglichen, wird ein Großteil der Veranstaltungskosten durch die Unterstützung der UW/H-Kooperationskliniken Köln Merheim, Helios Wuppertal und Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke sowie von Lehrstühlen getragen. Die Teilnahmegebühren für Studierende konnten so, inklusive Übernachtung und Verpflegung, bis auf insgesamt 175 Euro gesenkt werden.

Eine genauere Inhalts- und Programmbeschreibung und das Anmeldeformular können in englischer Sprache unter www.uni-wh.de/integrativ aufgerufen werden.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Peter Heusser, peter.heusser@uni-wh.de, 02330 / 624760

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Scroll to Top