Suchtmedizin – SubsCare Studie für eine bessere Datenerfassung und Therapie

Suchtmedizin – Opiatabhängigkeit ist eine chronische Erkrankung. Opiatabhängige leiden vermehrt an weiteren behandlungsbedürftigen somatischen oder auch psychiatrischen Erkrankungen. Somit ist die Therapie der Behandlungsbedürftigen von komplexer Aufgabe, ebenso wie die Patientendokumentation. Die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke hat eine prospektive, epidemiologische Langzeit-Studie unter dem Namen „SubsCare“ initiiert. Ziel der Studie SubsCare ist eine umfassende Datenerhebung zur Versorgungsqualität von Substitutionspatienten und eine anschließende Bewertung. Herr Dr. Helms ist Kardiologe und Facharzt für Innere Medizin sowie im Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke. Hier leitet er die Arbeitsgruppe „Sucht- und Substitutionsmedizin“.

Substitutionsmedizin weist mangelhafte Datenbasis auf
Die Datenerhebungen in der Substitutionsmedizin weisen große Lücken auf. Interdisziplinäre Langzeit-Studien, in welchen unter Berücksichtigung von patienten-, erkrankungs-, situations- und medikamentenbezogenen Kriterien differenzierte Behandlungsschemata evaluiert werden, fehlen bisher. Eine prospektive, epidemiologische Langzeit-Studie unter dem Namen „SubsCare“ soll die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Substitutionstherapie in Deutschland definieren und so einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

PRO SUB – professionelle Dokumentation in der Substitutionsmedizin
Mit Hilfe von PRO SUB werden durch computergestützte Datenerfassungs- und Dokumentationssysteme die für die Untersuchung relevanten Daten erfasst und in einer zentralen Datenbank anonymisiert gespeichert. Die Evaluation, Auswertung, Analyse und Interpretation der komplexen Studiendaten obliegt dabei einem interdisziplinär zusammengestellten Beirat von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen. (MEDIZIN ASPEKTE, 10/07 Kongress für Suchtmedizin, München)

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