Stürmische Zeiten

(djd). „Xaver“ und „Christian“ hießen die beiden Sturmtiefs, die im Herbst 2013 über das Land zogen. Die beiden Orkane sorgten dafür, dass Trampoline durch die Luft flogen und Mülltonnen Autos verbeulten: Eine Gesamtschadenbilanz im dreistelligen Millionenbereich war die Folge. „Herbst ist Sturmzeit: Autofahrer sollten jetzt besonders auf ihr Fahrzeug achten und beispielsweise das eigene Grundstück so sichern, dass keine losen Gegenstände auf das Auto prallen können“, rät Willy Hagemann, Kfz-Experte der Itzehoer Versicherungen.

Nur Vollkasko deckt auch Schäden bei Glatteis ab

Neben der Gefahr durch Stürme müssten Autofahrer im Herbst besonders auf Wildwechsel, die Maisernte und allmählich auch auf glatte Straßen achten, so Hagemann. Eine Teilkaskoversicherung decke Wild- und Sturmschäden ab. Sollte jedoch Glatteis die Unfallursache sein, müsse ein Vollkasko-Versicherungsschutz vorliegen. „Ist dies nicht der Fall, muss der Unfallverursacher selbst für den Schaden aufkommen“, betont Willy Hagemann.

Hagemann rät zudem dazu, immer eine Kamera dabeizuhaben: „Sollte ein Unfall passiert sein, ist es ratsam, sofort Fotos von dem Schaden zu machen. Bei einem Wildunfall können zudem die Tierhaare sichergestellt werden.“ Keinesfalls dürfe das Tier in den Kofferraum gelegt werden, dies könnte als vermeintliche Wilderei bis zur Anzeige führen. Ein Anruf bei der Polizei, so Hagemann, sollte bei einem solchen Unfall obligatorisch sein.

Defensive Fahrweise reduziert Unfallgefahr

Um es möglichst gar nicht erst zu einem Unfall kommen zu lassen, sollte vor allem in den dunklen Monaten des Jahres die Beleuchtung des Fahrzeugs stetig kontrolliert werden, das Licht in jedem Fall eingeschaltet und die Wischblätter in sehr gutem Zustand sein. „Eine defensive Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit – besonders in einer Waldgegend – können die Unfallgefahr zudem erheblich minimieren“, rät Willy Hagemann.

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