Studierenden-Aktion: Nachhaltigkeitswoche an der Universität Hohenheim

Kleider tauschen, leerstehende Räume mit Leben füllen, den Campus von Müll befreien, Brot backen lernen, grüne Startups & Hohenheimer Initiativen kennen lernen, mehr erfahren über Insektensterben oder Nachhaltigkeit in der EU, Stuttgart neu entdecken, gemeinsam nachhaltig kochen, Leih-Fahrräder ausprobieren, sich in der Living Library Menschen für ein gutes Gespräch ausleihen…: Erstmals haben sich die vielfältigen grünen Gruppen und studentischen Initiativen der Uni Hohenheim in Stuttgart zusammengeschlossen, um gemeinsam ein großes einwöchiges Event zu organisieren. Bei der 1. Hohenheimer Nachhaltigkeitswoche vom 13. bis 18. Mai stehen von Montag bis Samstag über 30 Workshops, Exkursionen, Vorträge, Aktionen und Partys auf dem Programm. Inspiration garantiert. Alle Studierenden, Beschäftigten und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen.

Nachhaltigkeit bewegt Hohenheimer Studierende: Keinem anderen Thema haben sich mehr Gruppen oder Initiativen an der Uni verschrieben. Einige existieren bereits seit mehreren Studierenden-Generationen, wie z.B. Greening Hohenheim, FRESH, der AK Ökologischer Landbau, Global Campus oder der Hohenheimer Radskeller. Aber es kommen auch immer wieder neue hinzu, denen besondere Aspekte wie z.B. der Erhalt von Streuobstwiesen oder der Schutz von Insekten am Herzen liegen.

„Die Vielfalt des studentischen Engagements in Hohenheim ist wirklich beeindruckend“, sagt AStA-Umweltreferent Ernesto Lunar Koch. „Seitens der Studierendenvertretung haben wir deshalb überlegt, wie wir die unterschiedlichen Initiativen bestmöglich unterstützen und sichtbar machen können. Ein erster Schritt dazu war die Gründung des AK Nachhaltigkeit, der alle grünen Gruppen, an einen Tisch bringt. Denn mit vereinten Kräften kann man schließlich noch mehr bewegen.“

Das erste grüne Gemeinschafts-Projekt ist dafür nun ein eindrucksvoller Beleg: Für die Nachhaltigkeitswoche, die vom 13. bis 18. Mai auf dem Campus der Uni Hohenheim stattfindet, ist es den Studierenden während der letzten fünf Monaten gelungen über 30 Programmpunkte auf die Beine zu stellen.

Campus-Putz, Kleider-Tausch oder Stadtrundgang

Unter anderem kann man in den leerstehenden Räumen der ehemaligen Wittwer-Buchhandlung etwas über Zwischennutzung im urbanen Raum erfahren, mit Hohenheimer Experten über Maßnahmen gegen das Insektensterben diskutieren, sich auf einen Stadtrundgang begeben, um zu erfahren, wo man stylische und ökologisch-faire Klamotten findet, oder sich in der „Living Library“ interessante Menschen für ein Gespräch über das Thema „gutes Leben“ ausleihen. Nicht verpassen sollte man am Dienstag außerdem den „Marketplace of Ideas“ vor der TMS. Denn hier stellen sich die verschiedenen studentischen Initiativen mit Ständen und Aktionen vor.

„Wir wollen Leute in Kontakt bringen, Inspiration geben, wie man den eigenen Alltag nachhaltig gestalten kann, Wissen auf unkonventionelle Weise vermitteln und über wichtige Zukunftsfragen ins Gespräch kommen. Für Workshops, Rundgänge und Vorträge konnten wir auch zahlreiche externe Referentinnen und Referenten gewinnen, z.B. von Startups oder gemeinnützigen Initiativen, aber auch Forschende aus Hohenheim sind mit im Boot“, berichtet Ernesto.

Eingeladen zu den Veranstaltungen sind ausdrücklich nicht nur Studierende, sondern auch Beschäftigte der Uni Hohenheim und die interessierte Öffentlichkeit. Mehr Infos gibt es auf der Website www.uni-hohenheim.de/nachhaltigkeitswoche und auf Facebook.

Text: Dannehl/Klebs

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Ernesto Lunar Koch, Universität Hohenheim, AStA-Umweltreferent
E asta@uni-hohenheim.de

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