Studierende entwerfen Übersichtskarte für „Berber“

Stefanie Schuchart und Kyra Buschak studieren in Emden Soziale Arbeit im fünften Semester. Auf das Thema ihrer Projektarbeit mit dem Titel „Ankommen“ kam Buschak durch Gespräche in den Tagesaufenthalten für Wohnungslose in Leer und Emden. Gemeinsam mit Stefanie Schuchart stellte sie die Angebote zusammen. Dafür wurden alle Einrichtungen besucht und fotografiert. Als Projektstelle diente der Tagesaufenthalt in Leer. In der Hochschule betreute Prof. Dr. Carsten Müller vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit das Projekt.

Die Übersichtskarte, die die Studierenden entworfen haben, zeigt auf der einen Seite eine Karte des Weser-Ems-Gebietes mit Markierungen bei den jeweiligen Anlaufstellen. Eine Legende verschafft den Suchenden zudem eine Vorstellung vom Angebot und von der Entfernung ihres Standortes zum Anlaufpunkt. Auf der anderen Seite des Flyers sind alle Wohnungslosen-Einrichtungen nach Städten geordnet aufgelistet.

Neben der Adresse, einem Foto des Hauses und den Öffnungszeiten wird das jeweilige Angebot durch Symbolbilder gezeigt. So stehen ein Geldschein und Münzen beispielsweise dafür, dass vor Ort der Tagessatz ausgezahlt wird. Das Bild eines Hundes, einer Waschmaschine oder eines Frühstückstellers sprechen für sich. „Wir wollten die Informationen, die für die Berber von Interesse sind, so leicht verständlich wie möglich abbilden“, erklärt Buschak. Damit habe man auch diejenigen berücksichtigt, die kein Deutsch sprechen oder schlecht lesen könnten.
Aufgefallen ist den beiden, dass manche Einrichtungen dürftig eingerichtet sind. Zudem gebe es in der gesamten Region keine Anlaufstellen, die ausschließlich von Frauen genutzt werden können. Auch für Wohnungslose unter 25 Jahren gebe es im Weser-Ems-Bezirk keine gesonderten Angebote.

„Das Projekt hilft nicht nur ganz praktisch wohnungslosen Menschen“, so Prof. Dr. Carsten Müller, „es stellt zudem eine wichtige Lobbyarbeit dar, indem auch auf Lücken in der Versorgungsstruktur aufmerksam gemacht wird“. Ab Februar werden die Flyer in allen Einrichtungen für Wohnungslose in der Region ausgelegt.

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