Studienteilnehmer gesucht: Kleinkinder spielerisch fördern

Ruhig am Tisch sitzen, das Puzzle geduldig zusammensetzen, sich nicht ablenken lassen – diese Fähigkeit der „Selbstregulation“ entwickelt sich bei Kindern bereits in den ersten Lebensjahren. Probleme in der Selbstregulation können später Schwierigkeiten in Aufmerksamkeit und Konzentration sowie beim Lernen und in der Schule mit sich bringen. Wie Kinder in ihrer Selbstregulation schon früh und spielerisch gefördert werden können, untersuchen Wissenschaftlerinnen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin und des Instituts für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg nun im Rahmen einer Studie. Dazu bieten sie kostenlose Kurse für interessierte Eltern mit früh- und reifgeborenen Kindern im Alter von zwei Jahren an. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Studie wird von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert.

Die Studienteilnahme beinhaltet vier Kurs- und zwei Untersuchungstermine, die flexibel vereinbart werden. Die Untersuchungen, in denen die Pädagoginnen und Psychologinnen des Studienteams Entwicklungsstand und Selbstregulation der Kinder vor und nach den Kursen erfassen, sind sehr spielerisch aufgebaut und machen Kleinkindern im Allgemeinen viel Spaß. In den wöchentlichen Kursen lernen die Eltern konkrete Strategien kennen, um die Selbstregulation ihres Kindes stressfrei und liebevoll zu fördern. Sie erhalten zahlreiche Tipps und Anregungen für den Alltag mit ihrem Kind. Bei Bedarf ist eine Geschwisterbetreuung möglich. Alle im Rahmen der Studie erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Als Dankeschön für die Teilnahme an allen sechs Terminen gibt es eine Tageskarte für den Heidelberger Zoo für die ganze Familie.

Im Rahmen des Projektes FILU-F prüfen die Heidelberger Wissenschaftlerinnen insbesondere, ob frühgeborene Kinder und deren Eltern genauso von diesem Programm profitieren wie reifgeborene Kinder und deren Eltern. Denn Frühgeborene haben im Vergleich zu anderen Kindern häufiger Probleme in ihrer Selbstregulationsfähigkeit. Die Ergebnisse aus der Studie sollen zudem dazu beitragen, das Programm in Zukunft als Angebot für Eltern frühgeborener Kinder in der Frühgeborenen-Nachsorge zu etablieren.

FILU-F ist ein Kooperationsprojekt des Sozialpädiatrischen Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg (PD Dr. G. Reuner) und des Instituts für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg (Prof. Dr. S. Hertel). Das Projektteam besteht aus Psychologinnen und Pädagoginnen mit langjähriger Erfahrung in Entwicklungsdiagnostik, psychologischer Begleitung von Eltern frühgeborener Kinder sowie im Bereich Elternberatung und Lernförderung.

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, über 410 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 40 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Raiffeisenstraße 51
68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 8608550
Fax: 06227 8608571
info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

Anmeldung zur Studie und unverbindliche Informationen für interessierte Eltern bei:
Dipl.-Päd. Verena Vetter
Tel.: 06221 56-37331
M.Sc. Psych. Kim Gärtner
Tel.: 06221 54-7278
E-Mail: filu-f@ibw.uni-heidelberg.de

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