Studiengang Pflege organisiert Mind-Map-Aktion zum Tag der Pflege

Der Studiengang Pflege hat im Vorfeld eine Mind-Map gestaltet, die die Aufgabenstellung für die Diskussion mit den Studierenden zu den Fragestellungen wie zum Beispiel: ‚Welche Forschung und welche Theorie ist nützlich für die Praxis nützlich?‘, ‚Welche Faktoren sind fördern oder hemmend bei der Praxis-Theorie-Vernetzung?‘ und ‚Was ist für Sie evidenzbasiert, also wissenschaftlich nachweisbare, Praxis?‘.

Janina Tönnes und Marc Dreger, beide studieren im vierten Semester Pflege, tauschten sich zum Thema Ethik aus und gaben einige Schlagworte zu diesem Thema. „Die hygienischen Standards und Vorgaben sind ein viel erforschter Bereich, aber in einigen Situationen handeln Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen anders, weil sie die Individualität der Person berücksichtigen. Sie sollten aber immer wissen, welche Risiken sie dabei eingehen“, schildert Janina Tönnes einen ethischen Aspekt.

Marc Dreger erläutert weiter: „Das ist ein Zwist zwischen Hygiene und Patient. Die Evidenz und die Wissenschaft hilft, zu argumentieren und zu rechtfertigen, warum in bestimmten Situationen anders gehandelt wird und andere Prioritäten gesetzt werden. Bei einem isolierten Patienten zum Beispiel, der wenig Kontakt zu anderen Menschen hat, und sich in der Sterbephase befindet, sollte dem individuellen Bedürfnis des Patienten nach Kontakt und Nähe eher nachgegeben werden als den hygienischen Standards.“

Während der Diskussion füllte sich die Mind-Map schnell mit vielen Gedanken der Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Anlass dieser Aktion ist der Internationale Tag der Pflege, der zum Geburtstag von Florence Nightingale jährlich am 12. Mai stattfindet. Nightingale, die am 12. Mai 1820 in Florenz geboren wurde und am 13. August 1910 in London starb, gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege und Reformerin der Gesundheitsversorgung.

Der diesjährige Internationale Tag der Pflege steht unter dem Motto ‚Gesundheitslücken schließen. Vom Wissen zum Handeln‘. hsg-Pflege-Professorin Dr. Anke Fesenfeld: „Dieses Motto passt gut zum Studiengang Pflege der hsg. Denn die Absolventen dieses Studiengangs werden später in Arbeitsfelder gehen, in denen es ihre Hauptaufgabe sein wird, Lücken zu schließen. Da die Studierenden sowohl die pflegewissenschaftlichen Aspekte als auch die Pflegepraxis lernen sind sie die Verbindungspersonen zwischen Theorie, Forschung und Praxis. Gerade in der Pflege entwickeln sich derzeit viel neue interessante Arbeitsbereiche in diesem Themenzusammenhang, für die das Studium an der hsg eine optimale Vorbereitung bietet.“

Noch bis zum 15. Juni 2012 läuft das Online-Bewerbungsverfahren für einen Studienplatz im Studiengang Pflege an der hsg zum Wintersemester 2012/2013.

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