Studentinnen für angewandte Forschung begeistern

Gastgeber ist das Bremer Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM. Außerdem gewähren das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in Bremen und das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES am Standort Bremerhaven Blicke hinter ihre Kulissen. Heute standen die Eröffnungsveranstaltung und eine Wissenschaftsralley in Bremen auf dem Programm.

»Fraunhofer und Bremen gehören zusammen«

Das Grußwort sprach Prof. Dr. Eva Quante Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen: »Fraunhofer und Bremen, das gehört fest zusammen. Drei Fraunhofer-Institute stehen in unserem Land für Forschung mit klarem Anwendungsbezug. Sie bieten Studierenden sowie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gute Einstiegschancen in ein internationales Arbeitsumfeld und enge Kontakte zur Industrie. Ich freue mich, dass die Fraunhofer-Institute das Angebot des Wissenschaftscampus‘ aufgreifen und diese Veranstaltung für Studentinnen an unserer Universität ausrichten. Der Wissenschaftscampus versteht sich als Sprungbrett für Frauen in die Forschung und will ihnen Anreize bieten, sie faszinieren und anregen, künftig als Wissenschaftlerin in der Forschung zu arbeiten.«

IFAM-Institutsleiter Prof. Dr. Bernd Mayer: »Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf nimmt einen immer breiteren Raum bei der Wahl des Arbeitgebers ein. Die Fraunhofer-Forschungsinstitute im Land Bremen schaffen deshalb familienfreundliche Arbeitswelten mit sehr flexiblen Arbeitszeitmodellen. So kann die Arbeitszeit auf die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen angepasst werden.«

Michael Vogel, Abteilungsleiter Personalmarketing bei der Fraunhofer-Gesellschaft, sagte: »Ziel des Wissenschaftscampus‘ ist es, unseren Teilnehmerinnen die Vielseitigkeit von Fraunhofer aufzuzeigen, ihnen die hervorragenden Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven näher zu bringen und sie für die Mitarbeit in der anwendungsorientierten Forschung zu begeistern.«

Materialforschung, bildgestützte Medizin und Windenergie

Morgen lernen die Teilnehmerinnen aktuelle Forschungsprojekte der einzelnen Institute kennen. Am IFAM haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Workshop vorbereitet, der zeigt, wie faserverstärkte Kunststoffe hergestellt werden und welche Möglichkeiten das Leichtbaumaterial bietet. Eine andere Arbeitsgruppe stellt den jungen Frauen Technik zum Anfassen im Lernlabor »Elektromobilität – wie funktioniert das?« dar. Ganz in der Nähe befindet sich das MEVIS. Hier forschen die Experten an neuen Softwarelösungen für die Medizin. Die Teilnehmerinnen lernen den Magnet-resonanz-Scanner des Instituts kennen, bearbeiten medizinische Bilder am Computer und werten fiktive Patientendaten für maßgeschneiderte Therapien aus. In Bremerhaven wartet am IWES eine weltweit einmalige Prüfinfrastruktur für Rotorblätter und Gondeln von Windenergieanlagen auf die MINT-Studentinnen.

An den beiden weiteren Seminartagen geht es um Themen wie Führungskompetenz, wissenschaftliches Schreiben und Selbstbehauptung im Beruf. Die Teilnehmerinnen erfahren mehr über ihre eigene Kreativität, ihre Stärken und wie sie diese in der Forschung nutzen können.

MINT-Studentinnen ab dem vierten Fachsemester

Mit dem Format »Wissenschaftscampus« erreicht Europas größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung Studentinnen der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ab dem vierten Fachsemester. Die Absolventinnen können sich in Seminaren, Workshops und Vorträgen für eine verantwortungsvolle Tätigkeit in den Instituten und in der Industrie qualifizieren. Sie erhalten Einblick in aktuelle Forschungsprojekte bei Fraunhofer und können sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern persönlich austauschen. In Bremen findet der Wissenschaftscampus zum siebten Mal statt. In der Vergangenheit gab es Veranstaltungen in Chemnitz und Freiberg, Dresden, Freiburg, der Metropolregion Nürnberg und der Region Köln/Bonn.

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