Stress mit dem Chef

(djd). Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiß man einen sicheren Arbeitsplatz zu schätzen. Allerdings führen Krisenphasen auch verstärkt zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen, stellen die Rechtsschutzversicherer hierzulande fest. Selbst wer sich im Job überdurchschnittlich engagiert, durch Fachwissen glänzt und hohes Ansehen bei Kunden und Kollegen genießt, ist vor Problemen mit dem Chef nicht gefeit. Zu Streitfällen kann es zum Beispiel wegen nicht ausgezahlter Leistungsprämien oder wegen des Weihnachtsgelds kommen. Viel Konfliktstoff bergen auch Versetzungen innerhalb des Unternehmens oder natürlich Kündigungen. Rund 600.000 Mal jährlich enden diese Auseinandersetzungen vor bundesdeutschen Arbeitsgerichten.

Wenn der Job auf dem Spiel steht

Für diesen Fall der Fälle sollten sich Arbeitnehmer absichern. „Beim Streit mit dem Arbeitgeber geht es nicht nur darum, einfach Recht zu bekommen, sondern oftmals um die gesamte finanzielle Existenz. Eine Rechtsschutzversicherung ist daher sehr empfehlenswert“, lautet der Tipp von Christian Lübke, Pressesprecher beim Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Denn ganz gleich, wie der Streit mit dem Arbeitgeber ausgehen mag, müssen die damit verbundenen Kosten zumindest teilweise vom Arbeitnehmer getragen werden. Grund ist eine Sonderregelung für Arbeitsgerichte, wonach in der ersten Instanz jede Partei ihre Kosten selbst trägt.

Finanzielle Risiken absichern

Das mit dem Rechtsstreit verbundene finanzielle Risiko wird von den Rechtsschutzversicherern übernommen. Zudem können die Unternehmen auf Wunsch dem Versicherten oft spezialisierte und kompetente Anwälte vor Ort empfehlen. „Ein Paket, das Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbstständige abdeckt, kostet im Jahr, je nach Anbieter und eigener Selbstbeteiligung, um die 200 Euro“, sagt Versicherungsexperte Lübke. Damit ist man nicht nur bei eventuellem Ärger mit dem Chef rechtlich abgesichert, sondern ebenso für den Streit nach einem Verkehrsunfall oder nach einer missglückten Pauschalreise. Unter http://www.gdv.de gibt es viele weitere Informationen.

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