Stress im Weltraum

Der Aufenthalt in Schwerelosigkeit kommt einer Immobilisation des Körpers gleich. Der enorme Stress während einer Mission, u.a. bedingt durch ein hohes Arbeitspensum, kann die körperliche Leistungsfähigkeit der Astronauten beeinträchtigen. Körperliche Fitness ist daher insbesondere in Notsituationen oder bei Außeneinsätzen überlebenswichtig.

2017 führt die National Aeronautics and Space Administration (NASA) in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Simulationsstudie im Johnson-Space-Center in Houston durch. Ziel ist, die Vorbereitung und den Einsatz von Astronauten für zukünftige Missionen zu optimieren. 45 Tage lang werden die TeilnehmerInnen im sogenannten Human Exploration Research Analog (HERA) eine Weltraummission simulieren. Das dort ausgewählte Experiment von Dr. Uwe Hoffmann und Dr. Uwe Drescher (Institut für Physiologie und Anatomie/Zentrum für integrative Physiologie im Weltraum) wird die Probanden vor, während und nach diesem Aufenthalt mit einer Kombination aus moderatem und maximalem Belastungstest untersuchen.

Bereits in vorherigen Studien konnte das Institut für Physiologie und Anatomie einen Zusammenhang zwischen Herzfrequenz- sowie Stoffwechsel-Kinetik und körperlicher Leistungsfähigkeit feststellen. Nun gehen die Wissenschaftler der Frage nach, wie sich ein Stressor wie Schlafmangel oder ein hohes Arbeitspensum insbesondere auf die Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Kinetiken bei körperlicher Arbeit auswirkt. Ziel des Experiments ist, perspektivisch das Monitoring der Astronauten während ihrer Aufenthalte im Weltraum zu verbessern.

Kontakt:
Institut für Physiologie und Anatomie
Dr. Uwe Hoffmann & Dr. Uwe Drescher
Tel.: +49 221 4982-2910
Tel.: +49 221 4982-6761
u.hoffmann@dshs-koeln.de
drescher@dshs-koeln.de

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