Stiftung Hochschulmedizin Dresden wirbt in fünf Jahren 2,3 Millionen Euro ein

Für die im Rahmen des Alumni- und Stiftungstags stattfindende Festveranstaltung sprach die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus insbesondere Ärzte an, die vor 50 Jahren ihr Medizinstudium in Dresden abgeschlossen und in diesem Rahmen auch den Hippokratischen Eid abgelegt haben. Die Resonanz des Exmatrikulationsjahrgangs 1967 war groß: Anlässlich des 50. Jahres¬tages des Abschlusses kommen rund 70 Ärztinnen und Ärzte ins Dresdner Uniklinikum, um dieses Jubiläum beim Alumnitag gemeinsam mit ihren damaligen Mitstudenten zu feiern und sich dabei auch über die aktuellen Entwicklungen der Hochschulmedizin Dresden sowie der Stiftung zu informieren. Ein Höhepunkt des mittlerweile zum vierten Mal stattfindenden Alumni- und Stiftungstags, zu dem alle Absolventen sowie Förderer und Projektpartner der Stiftung eingeladen sind, bildet die Festrede von Prof. Kurt Biedenkopf, Ehrenmitglied des Kuratoriums der Stiftung Hochschulmedizin Dresden. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Projekt Carus Campus statt. Diese Initiative tritt insbesondere für die Belange der Medizin- und Zahnmedizinstudenten ein.

Eine Reihe der ehemaligen Medizinstudenten sind nach den bisherigen Festveranstaltungen, zu Förderern von Projekten der Stiftung geworden, insbesondere des Förderfonds Lehre, aber beispielsweise auch der Krebsforschung. Insgesamt werden über 150 Gäste zum diesjährigen Alumni- und Stiftungstag erwartet, der im Hörsaal des Universitäts Kinder-Frauenzentrums (Haus 21) stattfindet.

„Die in fünf Jahren eingeworbenen 2,3 Millionen Euro belegen, dass die Stiftung Hochschulmedizin Dresden auf einem guten Weg ist. Besonders erfreut uns die tatkräftige Unterstützung von Patienten des Universitätsklinikums. Wir brauchen diese Art des bürgerlichen Engagements, um angesichts knapper öffentlicher Mittel auch künftig bestimmte Forschungsvorhaben voranzubringen, um die Qualität der Medizinerausbildung weiter zu verbessern und der Krankenversorgung zusätzliche Impulse zu verleihen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. Die 2012 gestartete Stiftung erhält die meisten Spendeneinnahmen aus dem ostsächsischen Raum. Bemerkenswert ist dabei, dass vor allem die Zahl der Patientenspenden zunimmt. „Viele Patienten sind mit der Arbeit des Uniklinikums zufrieden und möchten sich mit einem kleinen Beitrag bei den Ärzten bedanken sowie die Versorgung von anderen Betroffenen unterstützen“, weiß Prof. Michael Meurer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Der Wert der bei der Stiftung Hochschulmedizin Dresden eingehenden Spenden reicht von fünf Euro bis zu sechsstelligen Beträgen. Allen Spendern steht die Möglichkeit offen, ihre Beiträge an ein Projekt zu binden und einen bestimmten medizinischen Bereich zu fördern. Viele zweckgebundene Spenden gehen an die Kinderonkologie sowie unterschiedliche Projekte im Bereich der Krebsforschung. Darüber hinaus konnte die Stiftung durch die Weitergabe zielgerichteter Spenden unter anderem die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie Projekte auf dem Gebiet neurodegenerativer Erkrankungen fördern. Neben den Spenden von Privatpersonen und Institutionen wird das Geld für die Stiftung über Benefiz-Veranstaltungen wie Spendenläufe oder Weihnachtsbasare, ein Zirkuszelt für Kinder, über Abende im Tom-Pauls-Theater oder der Gala Hochschulmedizin eingeworben.

Hintergrundinformation Stiftung Hochschulmedizin Dresden

Mit der Stiftung Hochschulmedizin wollen die Initiatoren die Autonomie von Fakultät und Klinikum stärken. Dank der zusätzlichen Gelder werden die beiden Institutionen unabhängiger von den knappen öffentlichen Mitteln. So trägt die Stiftung dazu bei, den finanziellen Druck zu mindern, der aus den wachsenden Ansprüchen an die medizinische Versorgung – gerade im Hinblick auf eine alternde Gesellschaft – resultiert. Gefördert werden alle drei Säulen der Hochschulmedizin – Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Größtes Vorhaben der Stiftung ist in der nächsten Zeit die Einwerbung von Mitteln für die Aufstockung des neuen Domizils vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden. Das dritte Obergeschoss soll zusätzliche Flächen und Möglichkeiten für die Forschung zu Krebserkrankungen bieten und den herausragenden Stellenwert der Dresdner Hochschulmedizin ausbauen. Insgesamt sind dafür 3,4 Millionen Euro notwendig. Bisher konnten hierfür 700.000 Euro eingeworben werden, so dass aktuell noch 2,7 Millionen Euro offen sind.

Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden wird zunehmend als gemeinschaftliches, von fast allen Einrichtungen von Universitätsklinikum und Medizinischer Fakultät mitgetragenes Förderinstrument wahrgenommen – sowohl von den Mitarbeitern also auch von den Patienten und der Öffentlichkeit. Das ist auch das Ergebnis der aktiven Teilnahme an vielen größeren Veranstaltungen, bei Spendenübergaben von Privatspendern, bei den Alumnitagen, der Langen Nacht der Wissenschaften sowie beim jährlichen Akademischen Festakt in Verbindung mit der Gala Hochschulmedizin.

Bisher konnte die Stiftung Fördergelder mit einem Gesamtvolumen von 1.6 Millionen Euro auszahlen. Damit konnten etwa 100 Projekte allein in den Bereichen der Krankenversorgung umgesetzt werden. Beispiele dafür sind eine verbesserte Ausstattung der Stationen oder zusätzliche Therapieangebote wie eine Sportgruppe für Osteoporosepatienten, Ernährungs- und Bewegungskurse für Patienten nach einer Tumorerkrankung, Zirkusprojekt für die Kinder der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Musiktherapie, Spiel- und Beschäftigungsmaterialien für die Kinderstationen. Die Stiftung unterstütze zudem den Ankauf medizinischer Geräte etwa zur speziellen Überprüfung der Lungenfunktion oder finanzierte Fortbildungen oder die Erweiterung von Angeboten in der Patientenbetreuung. Auch in den kommenden Jahren will die Stiftung gezielt die Ausstattung bestimmter Bereiche der Krankenversorgung verbessern und den Aufbau innovativer, nicht durch die Kostenträger finanzierter Therapieangebote unterstützen. Dies soll auch langzeitererkrankten Patienten zu Gute kommen, um ihnen den Klinikaufenthalt zu erleichtern oder sie früher als bisher zu mobilisieren.

Außerdem förderte die Stiftung Hochschulmedizin 31 Forschungsprojekte in den Bereichen Krebs, ALS, Diabetes bei Erwachsenen und Kindern, Leukämie, Parkinson und Multiple Sklerose. Weitere unterstützte Projekte umfassten die Themen Fettstoffwechselstörungen, Nephrologie und Reproduktionsmedizin. Dritter Förderschwerpunkt der Stiftung ist die Lehre. Hier wurden 27 Vorhaben gefördert. Unter anderem stellte die Stiftung Gelder für zusätzliche Wahlfächer wie beispielsweise das Arzt-Patientenkommunikationstraining „Was hab´ich?“, Tutorien und Angebote des Medizinisch-Interprofessionellen Trainingszentrums (MITZ) zur Verfügung. Dieser Schwerpunkt soll auch in den kommenden Jahren besonders ausgebaut werden, um zusätzliche Angebote für den medizinischen Nachwuchs zu unterstützen. Mit den zusätzlichen Geldern soll die Wissensvermittlung durch Etablierung weiterer Wahlfächer, Digitalisierung von Lehrinhalten oder Finanzierung modernster Hörsaal-Ausstattungen verbessert werden.

Bankverbindung
Stiftung Hochschulmedizin Dresden
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Ostsächsische Sparkasse Dresden

Kontakt
Stiftung zur Förderung der Hochschulmedizin Dresden
Vorsitzender des Stiftungsvorstands: Prof. Dr. med. Michael Meurer
Tel.: 0351 458 40 70
E-Mail: info@stiftung-hochschulmedizin.de
www.stiftung-hochschulmedizin.de

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