Stiegen zum Himmel

(djd). Südtirol und das benachbarte Graubünden sind beliebte Urlaubsziele für aktive Naturliebhaber. Die Regionen auf der Alpensüdseite beherbergen jedoch auch einen großen Schatz an Kulturstätten: Burgen, Kirchen und Klöster mit Bauteilen und Kunstwerken aus der romanischen Epoche lassen das Herz von Kulturinteressierten höherschlagen. Insgesamt 55 der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten sind nun durch die „Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik“ miteinander verbunden. Das Interreg-Projekt Italien-Schweiz, finanziert mit Mitteln der Europäischen Union und des Programms EFRE für regionale Entwicklung, soll Besuchern einen einheitlichen Überblick und einfachen Zugang ermöglichen.

Wanderexerzitien oder Kulturtrip

Zwischen Vinschgau und Sankt Moritz gibt es eine Vielzahl an kleinen und großen, repräsentativen und versteckten Kleinoden zu entdecken. Im Kirchlein Sankt Prokulus in Naturns etwa sind die ältesten Fresken im deutschsprachigen Raum erhalten. Mit einer annähernd original erhaltenen Farbkraft strahlen auch die Wandmalereien in der romanischen Krypta des Benediktinerklosters Marienberg und führen die Besucher rund 800 Jahre zurück. Burgen und Herrschaftshäuser, mittelalterliche Kirchen und Engadiner Bauernhäuser prägen auch das Gesicht der Kulturlandschaft Graubünden.

Das Kloster St. Johann in Müstair etwa, gegründet im 8. Jahrhundert und inzwischen Teil des Unesco-Weltkulturerbes, beherbergt einen der größten Freskenzyklen des frühen Mittelalters. Auf der Webseite http://www.stiegenzumhimmel.it finden Interessierte genaue Beschreibungen aller Kulturstätten sowie einen umfangreichen Terminkalender. Ein Blick lohnt sich auch auf die mehrtägigen Angebote – von Wanderexerzitien im Kloster Marienberg bis zum dreitägigen Kulturtrip nach Chur.

Zeitreise per Rad

Die „Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik“ lässt sich bequem mit Nahverkehrsbussen sowie der Vinschger und der Rhätischen Bahn erkunden. Bewegungshungrige können vom Zug auch aufs Leihfahrrad wechseln. Eine Zeitreise ins frühe Mittelalter ermöglicht beispielsweise auch die „Kultur Bike Tour“ von Mals bis Laas. Manche Orte sind zudem durch historische Pfade verbunden, auf denen früher Pilger, Kaufleute und Ritter unterwegs waren.

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