Sterile Verpackungen für sichere Lebensmittel und Medizin

Zum achten Mal wurden IT-Innovationen für den Mittelstand prämiert.
Die Sieger gingen aus rund 2000 Mitbewerbern hervor.
Preisträger in der Kategorie Qualitätsmanagement ist das Projekt »Nano ID«.
Es wurde von der Gigatag GmbH (München) zusammen mit
zwei Dresdner Fraunhofer-Instituten eingereicht.
Das Team um Dr. Thomas Härtling (Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren) und Dr. Christiane Wetzel (Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik) entwickelt ein neuartiges Verfahren,
mit dem sich die Sterilisation von Verpackungen einwandfrei nachweisen lässt.

Sterile Verpackungen sind besonders bei Lebensmitteln und Medizinprodukten wie Medikamenten oder Implantaten wichtig.
Bei Medizinprodukten erfolgt die Sterilisation häufig mittels Elektronenbestrahlung. Die bisherigen Nachweismethoden sind sehr ungenau und zeitaufwendig.
Nicht zuletzt deshalb kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Problemen mit Verunreinigungen.
Nach dem neu entwickelten Verfahren werden dem Verpackungsmaterial Nanopartikel beigegeben, welche unter Elektronenbestrahlung ihre optischen Eigenschaften ändern.
Eine korrekte Sterilisation lässt sich damit ohne Öffnen an jeder einzelnen Verpackung mit einfachen Messgeräten erkennen.
Auf diese Weise können beispielsweise Ärzte und Patienten prüfen, ob ein Produkt tatsächlich sterilisiert wurde.
Die Dresdner Forscher hoffen, auf diese Weise Infektionsfälle z. B. in Kliniken in Zukunft weiter zurückdrängen zu können.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Thomas Härtling
Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP
Telefon +49 351 88815-550
thomas.haertling@izfp-d.fraunhofer.de

Dr. Christiane Wetzel
Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586-165
christiane.wetzel@fep.fraunhofer.de

Pressekontakt:

Annett Arnold
Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586-452
annett.arnold@fep.fraunhofer.de

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