Steinzeiteintopf und Hünenspieß

(djd). Wenn die Wälder sich verfärben und die Gartenlokale langsam schließen, beginnt in der Wildeshauser Geest die Zeit der gemütlichen Spaziergänge in längst vergangene Zeiten. Privatleute öffnen ihre Herbstgärten und in Werkstätten und auf Märkten kann man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen. Natur- und vogelkundlich interessierte Gäste genießen besonders die Hunteniederung, das Naturschutzgebiet der Ahlhorner Fischteiche und das Goldenstedter Moor.

Zeitreisen in die Jungsteinzeit

Schaurig schöner Nervenkitzel ist beispielsweise garantiert bei einer Wanderung im Fackelschein in die Zeit der Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit – begleitet von alten Sagen, Geschichten und Liedern. Doch Vorsicht: Wer sich inmitten der Großsteingräber im finsteren Wald verläuft, könnte einen leckeren Steinzeiteintopf oder Hünenspieß verpassen, der vom Landgasthof Engelmannsbäke serviert wird. Wer lieber am Tage den Spuren der Vergangenheit folgt, schließt sich dagegen Zeitreiseleiterin „Meena“ an, die ihre Gäste von den bronzezeitlichen Hügelgräbern am Pestruper Gräberfeld durch Wald und über Feldwege bis zu den Kleinenkneter Steinen, den berühmten Steingräbern der Jungsteinzeit, führt. Unterwegs erzählt Meena Geschichten und Geschichtliches über das Leben der Menschen, die hier zwischen 5500 und 2200 vor Christi gelebt haben. Unter http://www.wildegeest.de findet man noch mehr Zeitreisen und alle Veranstaltungen für Herbst und Winter.

Das Glück der Erde …

Viele Reiter wünschen sich, möglichst einen ganzen Urlaub im Sattel verbringen zu können. Besonders im Herbst, wenn sich die Natur in eine bunte Farbenwelt verwandelt, sind Reitausflüge etwas ganz Besonderes. In der flachwelligen Landschaft des Naturpark Wildeshauser Geest mit Fluss- und Bachläufen, Wäldern, Heide, Moor, Feldern und Wiesen können Wanderreiter Kurztrips, Tagestouren oder Mehrtagesritte unternehmen. Ein Reitkartenset im Maßstab 1:50.000 ermöglicht die individuelle Planung, zahlreiche Wanderreitstationen bieten Übernachtungsmöglichkeiten für Ross und Reiter.

„Dunkel-Restaurant“: Erlebnis für alle Sinne

Auch kulinarisch hat die „Wilde Geest“ mit Wildgerichten oder Grünkohl mit Pinkel – der typisch norddeutschen geräucherten, grobkörnigen Grützwurst – einiges zu bieten. Ein ganz besonderer Tipp ist etwa das Drei-Gänge-Menü im Halbmondzimmer des „Dunkel-Restaurants“ vom Lopshof in Dötlingen. Hier erlebt der Gast seine Sinne ganz neu, denn es ist gar nicht so einfach, im Dunkeln das Glas seines Gegenübers zum Anstoßen zu finden und herauszuschmecken, was man gerade isst. Denn erst ganz am Schluss erfahren die Gäste, was ihnen in der Finsternis an kulinarischen Köstlichkeiten serviert wurde.

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