Steife Brise und tosende Brandung

(djd). Die Wolken rasen über den Himmel. Die Luft schmeckt nach Salz und prickelt auf der Haut. Der milde Glanz der Wintersonne taucht die feinsandigen, kilometerlangen Strände und Dünen am Lister Ellenbogen in ein unwirkliches Licht. Warm eingepackt und mit einem Fischbrötchen gestärkt, geht es gegen den Wind, bis die tosende Brandung der Nordsee erreicht ist. Es ist recht einsam am nördlichsten Zipfel der Republik, aber gerade im Winter auch wunderschön.

Schwitzen am Strand

Nach so viel gesunder, frischer Luft gibt es kaum etwas Schöneres, als am alten Fischerhafen, dem Zentrum von List, einzukehren. Bei einem typischen friesischen Tee oder einem heißen Grog wird einem schnell wieder warm ums Herz. Empfehlenswert ist auch ein „Pharisäer“, das Nationalgetränk der Nordfriesen. Der Name des mit einem ordentlichen Schuss Rum verfeinerten Kaffees soll auf einen Pastor zurückgehen, der bei der Feststellung, was sich tatsächlich unter der Sahnehaube versteckt, die Gäste einer Tauffeier als „ihr Pharisäer“ bezeichnet haben soll. Die Variante mit heißer Schokolade wird „Tote Tante“ genannt, was vermutlich auf eine ähnliche Begebenheit während einer Beerdigung zurückzuführen ist. Eine ganz heiße Möglichkeit, sich nach einem langen Spaziergang wieder aufzuwärmen, findet sich in der Strandsauna, die hinter einem der schönsten Dünentäler der Insel am Weststrand von List liegt. Es kostet womöglich einige Überwindung, aber die anschließende Abkühlung im größten Tauchbecken der Welt – der Nordsee – ist mit nichts zu vergleichen. Alle Informationen über List gibt es im Internet unter http://www.list-sylt.de nachzulesen.

Faszination Nordsee

Wer auf unterhaltsame und interaktive Art und noch dazu trockenen Fußes etwas über die „Kräfte der Nordsee“ erfahren möchte, besucht das „Erlebniszentrum Naturgewalten“. Hier kann man sich sogar selbst einmal wie ein Polarforscher fühlen, mit Einblicken in die Arbeit der Antarktis-Wissenschaftler der Neumayer-Station oder bei Untersuchungen eines nachgebauten Eisbohrkerns. Weitere Informationen zur ganzjährig geöffneten Ausstellung sind unter http://www.naturgewalten-sylt.de zu finden.

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