Stefan-Morsch-Stiftung investiert in Forschung an der Charité

Das Multiple Myelom gehört zu den Erkrankungen, bei denen eine Stammzelltransplantation Aussicht auf Leben verspricht. Wie sich Tumor- und Knochenmarkstromazellen gegenseitig beeinflussen, das wird derzeit in einem Projekt an der Charité in Berlin erforscht. Dr. Wolfgang Blau, Leiter der Arbeitsgruppe Multiples Myelom, und sein Team werden dabei finanziell von der Stefan-Morsch-Stiftung unterstützt, die als erste Stammzellspenderdatei in Deutschland seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke bietet. 150 000 Euro der gemeinnützigen Stiftung sollen in das Projekt fließen, um dieses Forschungsvorhaben zu sichern. Erste Teilergebnisse wurden kürzlich beim Hämatologen Kongress in New Orleans vorgestellt.

Statistisch gesehen ist in Deutschland etwa 1 Prozent aller Krebserkrankungen auf ein Multiples Myelom zurückzuführen. Rund 3000 Männer und etwa 2700 Frauen bekommen jedes Jahr diese Diagnose gestellt – zumeist Menschen über 50 Jahre. Signifikant sind veränderte Plasmazellen. Und genau die sind das Ziel der Forschungen von Dr. Wolfgang Igor Blau und seines Teams in Berlin: „Uns geht es darum, die Basis für verbesserte Therapien zu legen“, erklärt der Leitende Oberarzt der Stammzelltransplantation an der Berliner Charité. Der 53 Jährige hat im Dezember bei der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) in New Orleans viel beachtete Teilergebnisse präsentiert.

 

„Das sind Erfolg versprechende Teilergebnisse“, betont Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung, bei der Scheckübergabe in den Räumen der Stiftung.  Wie schon in der Satzung der Stiftung festgelegt, haben wir das Ziel, das öffentliche Gesundheitswesens – insbesondere auf dem Gebiet der Forschung und Dokumentation über Ursachen und Methoden zur Bekämpfung von Leukämie- und Tumorerkrankungen – zu fördern.“ Dr. Blau hat in den vergangenen Jahren eng mit der  Organisation zusammengearbeitet, vor allem wenn es darum ging, Hilfe für Patienten zu leisten, die sich an die Stiftung gewandt haben, weil sie anderswo als hoffnungslos eingestuft worden waren. Im Berliner Labor unter Leitung von Dr. Blau wird das Knochenmarkstroma untersucht. In Zellkulturen erforschen die Kollegen den Einfluss der umgebenden Knochenmarkzellen auf die Leukämie- und Myelom Zellen und wollen neue therapeutische Behandlungsansätze finden.

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