Staatliche Förderung für barrierefreie Umbauten im Eigenheim

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Die Bevölkerung Europas und speziell auch Deutschlands wird im Durchschnitt immer älter. Nicht nur, dass wir länger leben, im Alter legen wir auch immer mehr Wert auf Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Moderne Wohngestaltung und technischer Fortschritt ermöglichen die lange Weiternutzung der eigenen Wohnung, ohne auf Unterstützung durch andere angewiesen zu sein. Für viele Menschen bedeutet das im Alter einen hohen Grad an Lebenszufriedenheit.

Das Konzept Barrierefreiheit

Barrieren sind im Wortsinn hier alle Hindernisse, die einer selbstständigen Nutzung der Wohneinrichtung im Wege sind. Für eine barrierefreie Gestaltung bemüht man sich, diese abzubauen. So lässt sich eine möglichst langfristige Selbstständigkeit unserer Senioren erreichen. Altersgerechtes Training sorgt zwar dafür, dass Muskeln und Knochen nicht so schnell ihre Stärke verlieren. Doch irgendwann genügt auch das nicht mehr.
Schon ganz banale Details können sich als problematisch erweisen: Da im Alter oftmals die Sehleistung nachlässt, ist eine angemessene Beleuchtung wichtig, um Sicherheit und Orientierung zu gewährleisten. Auch der Ein- und Ausstieg in Wanne oder Dusche kann sich als schwierig erweisen, was z. B. mit bodenebenen Duschkonstruktionen, Haltegriffen oder einem Badewannenlift behoben wird. Nasse Oberflächen werden schnell rutschig – ein Umstand, der mit der Auswahl geeigneter Materialen behoben werden kann. Und die Treppe? Die ist ein ganz eigenes Kapitel.

Treppenlifte

Natürlich können Pflege- und Unterstützungsleistungen vieles erleichtern, aber sie nehmen auch das Gefühl von Eigenständigkeit. Wenn Gelenke schmerzen, Muskeln und Knochen nicht mehr die alte Stärke aufbringen oder der Kreislauf das Treppensteigen zu beschwerlich werden lässt, helfen spezielle Liftkonstruktionen. Diese ermöglichen das Weiternutzen von Obergeschossen und erweitern somit den Bewegungsradius, der selbstständig bewältigt werden kann.

Da die Anschaffung einer solchen Hilfe die finanziellen Mittel mancher Menschen überschreitet, wurden staatliche Förderprojekte aufgelegt, um Zuschüsse zu den Investitionskosten zu leisten. Im Rahmen von Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung von Wohnungen werden auch weitere Umbauten gefördert, z. B. im Badezimmer. Bauvorhaben, die aus einer medizinischen Notwendigkeit heraus erwachsen, etwa bei Rollstuhlfahrern, können auch von Pflege- und Krankenkassen unterstützt werden.

In einer Treppenlift-Studie von 2019 kam ans Licht, dass zahlreiche Senioren an Firmen gerieten, die schlampig arbeiteten oder ihnen überteuerte Wartungsverträge aufschwatzten. Unter Missachtung des Widerrufsrechts wurden die arglosen Kunden über den Tisch gezogen. Deswegen empfehlen wir Ihnen, Partner für derartige Bauvorhaben sorgfältig auszuwählen. Pflege- und Krankenkassen sowie Verbraucherzentralen können Empfehlungen aussprechen, mit welchen Firmen gute Erfahrungen gesammelt wurden.

Fördermöglichkeiten

Wie oben erläutert, stehen für medizinisch notwendige Maßnahmen vor allem Pflege- und Krankenkassen zur Unterstützung ihrer Patienten bereit. Doch viele Hausbesitzer wollen fürs Alter vorsorgen, ehe die Probleme akut werden. Und es lohnt sich, nicht nur an den eigenen Komfort zu denken: Barrierefreie Wohnungen haben gegenüber solchen mit normaler Ausstattung einen erheblichen Wertzuwachs, denn nicht nur Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, sondern auch Familien mit kleinen Kindern profitieren von der Barrierefreiheit. Als Investition in die Immobilie kann sich ein entsprechender Umbau also auch durchaus wohnen.
Je nach Bundesland unterscheiden sich die verfügbaren Fördertöpfe, doch hauptsächlich ist die KfW-Bank dafür verantwortlich, Zuschüsse auszuzahlen. Außerdem stehen für Bauherren auch Kredite bereit, deren besonders günstige Konditionen die Investition erleichtern. Vor der Planung des Umbaus lohnt es sich, Informationen über bereitstehende Mittel einzuholen. Oftmals sind die Förderbudgets schnell ausgeschöpft, sodass auch der Zeitpunkt der Antragstellung entscheidend für einen positiven Förderbescheid sein können.

Fazit

Altersgerechtes Wohnen kann auch unabhängig von der Verfügbarkeit externer Helfer erreicht werden. Durch die richtige technische Ausstattung kann man sich den Komfort der eigenen Wohnung lange erhalten. Das dafür nötige Geld müssen Senioren nicht alleine aufbringen, sondern können auf Unterstützungsfonds zurückgreifen.

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