Spuren von Radioaktivität in Deutschland stellen keine gesundheitliche Gefährdung dar

Während die aus dem Kernkraftwerk in Fukushima austretende Radioaktivität gravierende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt vor Ort hat, nimmt sie auf dem Weg nach Europa wie erwartet sehr stark ab.

Die Messstation des BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg hat geringe Konzentrationen an Xenon-133 und Jod 131 im Mikro-Becquerel-Bereich in der Atmosphäre erfasst (Jod: 60 Mikro-Becquerel pro Kubikmeter Luft). Diese geringen Spuren können gemessen werden, weil das BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg eine Messstation eines internationalen Netzwerkes von Einrichtungen zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens betreibt, die darauf spezialisiert sind, geringste Spuren an radioaktiven Stoffen zu messen.

Die Ausbreitung der Radioaktivität von Japan aus wird über das internationale Messnetz von Stationen, die für die Überwachung des Atomwaffenteststoppabkommens betrieben werden, weltweit verfolgt. Die radioaktiven Elemente Jod und teilweise Xenon wurden zunächst in Stationen im Pazifik und dann an der Westküste der USA gemessen und seitdem in Stationen an der Ostküste der USA, auf Island und in Schweden. Aufgrund der Wetterlage erfolgt die Verlagerung der radioaktiven Spuren zunächst von Nordeuropa aus nach Süden. Das BfS geht davon aus, dass in den kommenden Wochen unterschiedliche radioaktive Partikel festgestellt werden können. Auch für diese erwartet das BfS keine Messwerte, die in irgendeiner Weise gesundheitlich bedenklich sind.

Das BfS veröffentlicht die in Freiburg gemessene natürliche und künstliche Radioaktivität ebenso wie die gemessenen Daten vom Deutschen Wetterdienst und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt auf www.bfs.de/de/ion/papiere/schauinsland.html und aktualisiert die Daten täglich.

Auf http://odlinfo.bfs.de/ können außerdem die jeweils aktuellen Messwerte von etwa 1800 Sonden aufgerufen werden, mit denen das BfS die Radioaktivität in ganz Deutschland überwacht. Die jetzt auf dem Schauinsland gemessenen Spuren sind allerdings so gering, dass sie voraussichtlich nicht zu einer Erhöhung der Ortsdosisleistung führen werden, die innerhalb der ohnehin bestehenden Schwankungen erkennbar wäre. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass die bundesweit verteilten ODL-Sonden nun erhöhte Messwerte anzeigen.

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