Spitzenforscher treffen sich bei Symposium „Physics of Cancer“

Zugesagt haben 40 Referenten, die vor den etwa 100 Konferenzteilnehmern aus mehreren Ländern ihre neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet präsentieren. „Die Idee ist, grundsätzlich neue Perspektiven zu entwickeln, um Tumore zu verstehen, zu diagnostizieren und zu behandeln“, sagte der Physiker, der diese einzige Weltkonferenz zum Thema mechanische Eigenschaften von Krebszellen im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. Ziel der Forschungen ist es Käs zufolge, zu verstehen, welche Materialeigenschaften eine Tumorzelle braucht, um das Voranschreiten der Krankheit zum Beispiel durch Metastase zu forcieren.

Mit diesen Erkenntnissen könne die Aggressivität eines Tumors festgestellt und dieser dann gezielt behandelt werden. „Der Tumor soll eingefroren und unter Kontrolle gehalten werden“, definierte Prof. Käs sein Forschungsziel.
Daraus ergeben sich nach seinen Worten wichtige Konsequenzen für Krebsmedikamente, die wesentlich gezielter eingesetzt und die Patienten schonender als mit der bisherigen Chemotherapie behandelt werden könnten. Auch die Gefahr eines Rückfalls in aggressiverer Form, wie er häufig vorkommt, könne dadurch verringert werden. Weiterhin werden neue Diagnoseverfahren entwickelt, die Brustkrebs-Patientinnen künftig die Entnahme des Wächterlymphknotens ersparen würdent, sagte Käs.

Derzeit seien die neuen Wirkstoffe angedacht. Kurzfristig werde die Therapielandschaft durch die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der mechanischen Eigenschaften von Krebszellen jedoch nicht verändert.

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Weitere Informationen:
Prof. Dr. Josef A. Käs
Telefon: +49 341 97-32470
E-Mail: jkaes@physik.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~pwm

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