Spiritualität in der Medizin

„Viele Patienten sagen uns ganz klar, dass ihr Glaube für sie hilfreich bei der Krankheitsbewältigung sei. Und es gibt auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, die das belegen. Aber muss es immer der Glaube sein, gibt es auch andere Formen der Spiritualität, die als Ressource im Krankheitsumgang von Relevanz sind? Ganz deutlich ist aber, dass dezidierte spirituelle Bedürfnisse von Patienten mit chronischen Erkrankungen oft eine Überforderung für das medizinische Personal darstellen „, skizziert Prof. Dr. med. Arndt Büssing, Professor für Lebensqualität, Spiritualität und Coping an der Universität Witten/Herdecke und der Organisator der Tagung, den Hintergrund des

4. Treffens der transdisziplinären Arbeitsgruppe
Spiritualität und Krankheit
im Wittener FEZ, Alfred-Herrhausen-Str. 44
am 15. + 16. September 2011

Aus dem Tagungsprogramm von Donnerstag, 15. September 2011
16:00 Begrüßung
16:15 Prof. Dr. Tobias Esch: Glück in der Medizin
17:00 Prof. Dr. Traugott Roser: Spiritual Care
18:00 Prof. Dr. Harald Walach & Dr. Michael Utsch: Undogmatische oder religiöse Spiritualität? Ein Dialog-Streit-Gespräch

Aus dem Tagungsprogramm von Freitag, 16. September 2011

08:30 Prof. Dr. Eckart und Elisa Ruschmann / Ass.-Prof. Dr. Tatjana Schnell: Strukturelles Spiritualitätsmodell
09:00 – 10:30 Workshops I
11:00 – 12:30 Workshops II
13:30 freie Vorträge:
Prof. Dr. Thilo Hinterberger: Die Rolle neuronaler Bewusstseinsprozesse für die seelische Gesundheit
Prof. Dr. Arndt Büssing: Spirituelle Bedürfnisse chronisch Kranker
Dr. Brigitte Fuchs: Umgang mit Schmerz in spirituellen Traditionen
16:00 Verabschiedung

Die Forscher auf dieser Tagung möchten zunächst besser verstehen, wie sich Spiritualität auf der einen und Krankheit auf der anderen Seite beeinflussen. „Uns geht es um die Unterstützung der Patienten. Für uns steht dabei ganz deutlich die wissenschaftliche Fundierung einer europäischen Perspektive im Vordergrund“, fasst Büssing die Motivation des Netzwerkes von Wissenschaftlern unterschiedlichster Professionen zusammen.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. med. Arndt Büssing, 02332/62-3246, arndt.buessing @uni-wh.de

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