Spielhallen – Trends – Probleme – Steuerungspotenziale

Nach einer längeren Phase der Stagnation oder sogar eines leichten Rückgangs befindet sich das Automatengeschäft seit der Novellierung der Spielverordnung zu Beginn des Jahres 2006 in den Kommunen wieder im Aufwind. Die Zahl der Genehmigungsanträge für Spielhallen (gewerbliche Spielstätten) bei den unteren Baurechtsbehörden ist bundesweit deutlich angestiegen. Probleme, die durch die Zunahme der Spielhallen an Gewicht gewinnen, beschäftigen vermehrt die politischen Gremien der Städte.

Bei der kritischen Auseinandersetzung mit den Folgen des neuerlichen Spielhallenbooms, insbesondere nun auch größerer "Entertainment-Center", stehen sowohl sozial- und jugendpolitische Aspekte als auch Trading-Down-Prozesse in zentralen Stadtquartieren und Fehlbelegungen von Gewerbegebieten im Vordergrund: So sind im Blick der exzessive Umgang mit Geldspielgeräten und dessen Folgen, negative Veränderungen (inner)städtischer Lagestrukturen sowie die Verdrängung von Handwerksbetrieben und produzierendem Gewerbe.

Also: Wieder mehr Spielhallen – was tun? Im Seminar sollen aktuelle Entwicklungsprozesse aufgezeigt, Erfahrungen aus der kommunalen Praxis mit dem Steuerungsinstrumentarium vorgestellt und Möglichkeiten zur Problemlösung diskutiert werden.

Folgende Fragen und Punkte werden behandelt:

– Glücksspiel in Deutschland: harmloses Vergnügen oder süchtig machendes Geschäft?
– Welche Entwicklungen als Folge der jüngsten Spielhallen-Konjunktur sind in den Städten zu beobachten?
– Wie schätzt die Unterhaltungsautomatenwirtschaft selbst die Trends und Rahmenbedingungen ein?
– Zum planerischen Umgang mit Spielhallen: Welche Rolle kommt Vergnügungsstätten-Konzepten zu? Was müssen sie leisten?
– Anforderungen an das rechtliche Instrumentarium (Planungsrecht, Gewerberecht, Spielrecht): Steuerungserfordernisse und -potenziale.
– Welche Konzepte und Maßnahmen zur Prävention bei pathologischem Spielverhalten sind Erfolg versprechend?

Zielgruppen: Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Ordnungsamt, Stadtplanung und Stadtentwicklung, Recht, Gesundheit, Wirtschaftsförderung und Finanzen, Liegenschaften, aus den Kammern sowie Ratsmitglieder und Vertreter der Unterhaltungsautomatenwirtschaft

Seminarleitung: Dr. Gerd Kühn, Difu

Veranstaltungssekretariat: Ina Kaube, Deutsches Institut für Urbanistik GmbH, Telefon: 030/39001-259, Telefax: 030/39001-268, kaube@difu.de

Veranstalter: Deutsches Institut für Urbanistik GmbH

Veranstaltungsort: Zimmerstraße 13-15, 1969 Berlin, Telefon: 030/39001-259,
(am neuen Difu-Standort: http://www.difu.de/publikationen/difu-berichte/3_09/01.phtml)

Weitere Informationen, detailliertes Seminarprogramm/Kontakt und Anmeldung:

http://www.difu.de/index.shtml?/seminare/difu-seminare-anzeige.php?id=2433
http://www.difu.de/seminare/10_spielhallen.programm.pdf

Der Text ist selbstverständlich frei zum Abdruck – über ein Belegexemplar bzw. einen Beleglink an die Difu-Pressestelle würden wir uns sehr freuen!

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Grundlage des Handelns des als GmbH geführten Instituts ist die Gemeinnützigkeit. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK) ist alleiniger Gesellschafter der GmbH.

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Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Sybille Wenke-Thiem
Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Deutsches Institut für Urbanistik GmbH
Sitz Berlin, AG Charlottenburg, HRB 114959 B
Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
(idw, 02/2010)

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